Wenn sogenannte Fibrome (Stielwarzen), am Hals und unter den Achseln auftreten

Wenn Hautanhängsel, sogenannte Fibrome (oder Stielwarzen), am Hals und unter den Achseln auftreten, handelt es sich dabei in der Regel um gutartige Hautwucherungen des Bindegewebes. Trotz des umgangssprachlichen Namens "Stielwarzen" sind sie keine echten Warzen, die durch Viren verursacht werden, und daher auch nicht ansteckend.
Merkmale von Fibromen:
Aussehen: Sie sind meist hautfarben oder leicht dunkler, weich, gestielt und oft nur wenige Millimeter groß. Sie können einzeln oder in Gruppen auftreten.
Lokalisation: Besonders häufig findet man sie in Hautfalten, wo Reibung auftritt, wie am Hals, unter den Achseln, in der Leistengegend, unter den Brüsten oder an den Augenlidern.
Symptome: In der Regel verursachen sie keine Schmerzen oder Beschwerden. Manchmal können sie jedoch durch Reibung an Kleidung, Schmuck oder beim Rasieren irritiert, entzündet oder sogar abgerissen werden, was zu Blutungen führen kann.
Ursachen für Fibrome:
Die genaue Ursache für die Entstehung von Fibromen ist nicht vollständig geklärt, aber es gibt einige begünstigende Faktoren:
Genetische Veranlagung: Fibrome treten häufig familiär gehäuft auf.
Hautreibung: Die ständige Reibung in Hautfalten wird als wichtiger Faktor angesehen.
Hormonelle Schwankungen: Besonders während der Schwangerschaft können Fibrome vermehrt auftreten oder wachsen.
Alter: Mit zunehmendem Alter, meist nach dem 30. Lebensjahr, steigt die Wahrscheinlichkeit, Fibrome zu entwickeln.
Übergewicht: Übergewichtige Personen sind häufiger betroffen.
Stoffwechselstörungen: Ein Zusammenhang mit erhöhten Insulinwerten (z.B. bei Diabetes oder Insulinresistenz) und Fettstoffwechselstörungen wird diskutiert.
Wann sind Fibrome gefährlich?
Fibrome sind grundsätzlich harmlos und werden nicht bösartig. Es besteht keine Gefahr, dass sie sich zu Hautkrebs entwickeln.
Ein Arztbesuch ist jedoch ratsam, wenn:
Unsicherheit über die Diagnose besteht: Um andere Hautveränderungen, insbesondere bösartige Tumore, auszuschließen.
Das Fibrom sich verändert: Plötzliches Wachstum, Farbänderungen (z.B. Dunklerwerden), Blutungen oder Schmerzen.
Entzündungen auftreten: Durch Reibung oder Verletzung kann sich ein Fibrom entzünden.
Kosmetische Gründe oder funktionelle Beeinträchtigungen vorliegen: Wenn das Fibrom stört, sei es optisch oder weil es z.B. am Auge den Lidschluss beeinträchtigt.
Behandlungsmöglichkeiten:
Eine Entfernung von Fibromen ist aus medizinischer Sicht in den meisten Fällen nicht zwingend notwendig, da sie harmlos sind. Sie erfolgt meist aus kosmetischen Gründen oder wenn sie Beschwerden verursachen (z.B. durch Reibung).
Die Entfernung sollte immer von einem Arzt (Dermatologen) durchgeführt werden und niemals eigenständig erfolgen, da dies zu Blutungen, Infektionen, Entzündungen und Narbenbildung führen kann.
Gängige Methoden zur Entfernung sind:
Chirurgische Entfernung: Der Arzt schneidet das Fibrom mit einer speziellen Schere oder einem Skalpell heraus. Dies erfolgt in der Regel unter örtlicher Betäubung.
Laserbehandlung: Mit einem Laserstrahl wird das Gewebe abgetragen. Dies ist eine präzise Methode, die oft wenig Narben hinterlässt.
Kryotherapie (Vereisung): Das Fibrom wird mit flüssigem Stickstoff vereist, wodurch das Gewebe abstirbt und das Fibrom nach einigen Tagen abfällt.
Elektrokoagulation: Dabei wird das Fibrom mit elektrischem Strom verbrannt.
Zusammenfassend: Fibrome am Hals und unter den Achseln sind eine häufige und in der Regel harmlose Hauterscheinung. Bei Unsicherheiten oder Beschwerden sollte immer ein Hautarzt aufgesucht werden.
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