Warum sind Glückskatzen so selten?

Glückskatzen, also dreifarbige Katzen mit schwarzem, rotem und weißem Fell, sind aus genetischen Gründen so selten. Fast alle Glückskatzen sind weiblich, und die Entstehung der drei Fellfarben ist ein Zufallsprodukt der Natur.
Hier sind die Hauptgründe, warum Glückskatzen so besonders und selten sind:
Vererbung über das X-Chromosom: Die Gene für die roten und schwarzen Fellfarben liegen auf dem X-Chromosom. Weibliche Katzen haben zwei X-Chromosomen (XX), während männliche Katzen ein X- und ein Y-Chromosom (XY) haben.
Zwei X-Chromosomen sind notwendig: Damit eine Katze die Farben Rot und Schwarz gleichzeitig aufweisen kann, benötigt sie zwei X-Chromosomen. In jeder Zelle wird während der Embryonalentwicklung zufällig eines der beiden X-Chromosomen inaktiviert. Dadurch entstehen Flecken, in denen entweder das Gen für die rote oder das Gen für die schwarze Farbe aktiv ist.
Das Scheckungsgen für Weiß: Die dritte Farbe, Weiß, wird durch ein separates Gen, das sogenannte Scheckungsgen, verursacht. Dieses Gen ist nicht an das X-Chromosom gebunden und sorgt für die weißen Flecken im Fell.
Glückskater sind eine genetische Anomalie: Männliche Katzen haben normalerweise nur ein X-Chromosom und können daher nur eine dieser beiden Grundfarben (Rot oder Schwarz) zeigen. Dreifarbige Kater sind extrem selten (nur etwa einer von 3.000) und entstehen durch eine genetische Abweichung, das sogenannte Klinefelter-Syndrom. Sie haben drei Geschlechtschromosomen (XXY) anstelle von zwei. Aufgrund dieser Anomalie sind sie in der Regel unfruchtbar.
Unmöglichkeit der Zucht: Wegen dieser komplexen und zufälligen genetischen Mechanismen können Glückskatzen nicht gezielt gezüchtet werden. Die Kombination der notwendigen Gene ist eine Laune der Natur, was sie zu einem seltenen und begehrten Zufallsglück macht.
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