Der ungeklärte Mord an Otto-Erich Simon: Ein Millionär verschwindet

Am 12. Juli 1991 wurde Otto-Erich Simon, ein Düsseldorfer Weinhändler und Millionär, zuletzt lebend gesehen. Auch wenn der Fall streng genommen in die frühen 90er Jahre fällt, wurzeln die Geschehnisse in den Geschäften und dem Milieu der späten 1980er Jahre in Düsseldorf.
Die Geschichte beginnt mit dem Verkauf zweier Geschäftshäuser an der berühmten Königsallee. Der Weinhändler Simon, der als eigenbrötlerisch und vermögend galt, soll dabei über 2,5 Millionen D-Mark in bar erhalten haben. Doch er verschwand spurlos, und sein Leichnam wurde nie gefunden. Die Polizei vermutete, dass er ermordet und seine Leiche versteckt wurde, da man einen mit "Mord" beschrifteten Umschlag fand, der eine Axt, eine Hacke und eine Säge enthielt.
Der Fall erregte großes Aufsehen in der Düsseldorfer Halbwelt. Die Ermittler nahmen einen 53-jährigen Architekten fest, der als Vermittler des Hausverkaufs fungierte. Er soll die Wohnung des Vermissten geplündert und unter anderem das Original-Testament mitgenommen haben. Obwohl die Beweislage für einen Mordvorwurf ausreichte, konnten die Verdächtigen die Tötung nicht nachgewiesen werden. Bis heute ist der Mord ungeklärt, und Simons Verschwinden bleibt eines der größten Rätsel in der Düsseldorfer Kriminalgeschichte.
Ein Gedenkstein auf dem Düsseldorfer Nordfriedhof erinnert an Otto-Erich Simon – ein Grab ohne Leiche, das bis heute die Frage nach seinem Schicksal offenlässt.
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