Achtung giftige Zucchini aus dem eigenen Garten
Zucchini aus dem eigenen Garten können unter bestimmten Umständen giftig werden, und das liegt an einem Bitterstoff namens Cucurbitacin. Dieser Stoff ist in den gezüchteten Zucchini aus dem Handel normalerweise herausgezüchtet, kann sich aber im eigenen Garten unter bestimmten Bedingungen wieder bilden.
Warum können Zucchini giftig sein?

Die Bildung von Cucurbitacin ist ein natürlicher Schutzmechanismus der Pflanze gegen Fressfeinde. Wenn die Zucchinipflanze "gestresst" ist, kann sie diese Bitterstoffe wieder produzieren. Die Hauptursachen dafür sind:
Verkreuzung mit Zierkürbissen: Dies ist die häufigste und gefährlichste Ursache. Wenn Zucchinipflanzen neben Zierkürbissen wachsen, können sie durch Bienen bestäubt werden. Das Saatgut, das aus dieser Kreuzung entsteht, kann im nächsten Jahr giftige Zucchini hervorbringen.
Eigenes Saatgut: Wenn Sie Saatgut aus eigenen Zucchini für die nächste Saison verwenden, besteht die Gefahr, dass sich aufgrund unkontrollierter Bestäubung wieder Cucurbitacine bilden. Kaufen Sie daher am besten jedes Jahr frisches, zertifiziertes Saatgut.
Stressfaktoren: Auch ungünstige Wachstumsbedingungen wie große Hitze, Trockenheit oder Nährstoffmangel können dazu führen, dass die Pflanze den Bitterstoff in den Früchten anreichert.
So erkennen Sie giftige Zucchini

Die gute Nachricht ist: Sie können giftige Zucchini leicht erkennen. Sie schmecken extrem bitter.
Der Geschmackstest: Bevor Sie eine selbst angebaute Zucchini zubereiten, schneiden Sie ein kleines, rohes Stück ab und probieren Sie es. Schmeckt es nur leicht oder sehr bitter, spucken Sie es sofort aus und entsorgen Sie die gesamte Frucht.
Geruch und Aussehen: Optisch unterscheiden sich giftige Zucchini nicht von ungefährlichen. Auch die weiße Schicht auf den Blättern oder Früchten ist ein Zeichen für einen Pilz, nicht für Cucurbitacin. Ein bitterer Geruch kann ebenfalls ein Warnsignal sein.
Symptome einer Vergiftung und was zu tun ist

Cucurbitacin ist hitzestabil, das heißt, Kochen, Braten oder Grillen zerstört den Giftstoff nicht. Schon eine kleine Menge kann zu Vergiftungssymptomen führen.
Symptome: Übelkeit, Erbrechen, Magenkrämpfe, Durchfall und Magen-Darm-Beschwerden. In sehr seltenen und schweren Fällen, insbesondere bei älteren Menschen oder Menschen mit Vorerkrankungen, kann eine hohe Dosis lebensgefährlich sein.
Sofortmaßnahme: Haben Sie unwissentlich eine größere Menge einer bitteren Zucchini gegessen und treten Symptome auf, sollten Sie umgehend einen Arzt aufsuchen oder den Giftnotruf anrufen.
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