Polarlichter 2026: Wann und wo du das Farbspektakel dieses Jahr garantiert siehst.

Polarlichter 2026: Der ultimative Guide für Deutschland

1. Wann sind die Chancen am größten?

Polarlichter sind nicht an Jahreszeiten gebunden, aber an die Dunkelheit und die Sonnenaktivität.

Beste Monate: Die statistisch höchsten Chancen hast du rund um die Tag-und-Nacht-Gleichen im März/April und September/Oktober. In diesen Monaten ist das Magnetfeld der Erde besonders empfänglich für Sonnenwinde.

Beste Uhrzeit: Meistens zwischen 22:00 Uhr und 02:00 Uhr.

Aktueller Status: Erst vor wenigen Tagen (19./20. Januar 2026) gab es einen massiven G4-Sonnensturm, der Polarlichter bis nach Bayern und in die Schweiz brachte. Die Sonne bleibt das ganze Jahr über extrem aktiv.

2. Die Top-Beobachtungsorte in Deutschland

Um Polarlichter zu sehen, brauchst du eine freie Sicht nach Norden und so wenig künstliches Licht wie möglich.

Region Beste Spots Warum dort?
Nordseeküste Helgoland, Sylt, St. Peter-Ording Absolut freie Sicht übers Meer nach Norden, kaum Lichtverschmutzung.
Ostseeküste Kap Arkona (Rügen), Darß, Fehmarn Weite Horizonte und oft klarerer Himmel als im Binnenland.
Mittelgebirge Harz (Brocken), Rhön, Erzgebirge Durch die Höhe bist du oft über der Nebelschicht und hast weniger störendes Stadtlicht.
Brandenburg Sternenpark Westhavelland Einer der dunkelsten Orte Deutschlands – ideal für Fotografie.
Süddeutschland Winklmoos-Alm (Bayern), Schwarzwald Bei starken Stürmen (Kp-Index 7+) hast du hier von den Bergen aus beste Chancen.

3. Checkliste für deine "Aurora-Jagd"

Damit du nicht umsonst in der Kälte stehst, beachte diese drei Punkte:

Der Kp-Index: Dieser Wert gibt die Stärke der geomagnetischen Aktivität an (Skala 0–9).

Kp 5: Sichtbar in Norddeutschland (Horizont).

Kp 6-7: Sichtbar in ganz Deutschland.

Kp 8-9: Spektakuläre Show direkt über dem Kopf (Zenit).

Wetter-Check: Such dir eine Nacht mit wolkenlosem Himmel. Schon eine dünne Wolkendecke kann das Leuchten komplett verbergen.

Kamera vs. Auge: Oft erscheinen Polarlichter in Deutschland dem bloßen Auge nur als grauer Schleier. Moderne Smartphones (Nachtmodus) oder DSLRs machen die grünen und violetten Farben erst richtig sichtbar.

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