Der Traum vom Hollywood-Lächeln: Zwischen Trend und Risiken
Strahlend weiße Zähne gelten heute als Symbol für Schönheit, Jugend und Erfolg. Zahn-Bleaching, also die chemische Aufhellung der Zähne, ist zu einem beliebten kosmetischen Eingriff geworden, der oft schnelle Ergebnisse verspricht. Doch ist dieser Trend wirklich für jeden die richtige Wahl? Und welche Gefahren bergen die gängigen Methoden?
Wie funktioniert Zahn-Bleaching?

Das Prinzip ist bei den meisten Bleaching-Verfahren ähnlich: Wasserstoffperoxid oder Carbamidperoxid dringen in den Zahnschmelz ein und spalten die Farbstoffe, die für Verfärbungen verantwortlich sind. Dadurch erscheinen die Zähne heller.
Die unterschiedlichen Bleaching-Methoden

In-Office-Bleaching beim Zahnarzt: Hier wird eine hochkonzentrierte Bleaching-Lösung verwendet, die durch eine spezielle Lampe oder einen Laser aktiviert wird. Die Behandlung dauert meist nur eine Stunde und führt zu sofort sichtbaren Ergebnissen.
Home-Bleaching mit Schiene: Der Zahnarzt erstellt eine individuell angepasste Zahnschiene, die der Patient mit einem geringer konzentrierten Bleichmittel füllt und über Nacht oder für einige Stunden täglich trägt. Die Behandlung erstreckt sich über mehrere Wochen.
Freiverkäufliche Produkte: In Drogerien und online sind zahlreiche Produkte wie Bleaching-Strips, -Gels oder -Zahnpasten erhältlich. Diese haben in der Regel eine sehr niedrige Konzentration an Bleichmitteln und sind weniger effektiv.
Notwendig oder nur ein Trend?

Die Notwendigkeit eines Bleachings ist eine sehr persönliche Frage. Medizinisch notwendig ist es in den seltensten Fällen. Verfärbungen können natürliche Alterserscheinungen sein, aber auch durch den Konsum von Kaffee, Tee, Rotwein oder Nikotin entstehen. Für viele Menschen ist ein strahlend weißes Lächeln ein wichtiger Teil ihres Selbstbewusstseins. Die psychologische Wirkung kann also durchaus positiv sein.
Welche Risiken gibt es?

Die unsachgemäße Anwendung von Bleaching-Mitteln, insbesondere von frei verkäuflichen Produkten, kann zu Schäden an Zahnfleisch und Zahnschmelz führen. Mögliche Risiken sind:
Empfindlichkeit der Zähne: Nach der Behandlung können Zähne vorübergehend empfindlicher auf Kälte oder Wärme reagieren.
Schäden am Zahnfleisch: Bei Kontakt mit dem Bleichmittel kann das Zahnfleisch gereizt werden.
Uneinheitliche Aufhellung: Füllungen oder Kronen werden durch das Bleaching nicht aufgehellt, was zu Farbunterschieden führen kann.
Überbleichen: Ein übertriebenes Bleaching kann die Zähne unnatürlich weiß und "kreidig" erscheinen lassen.
Um Risiken zu minimieren, sollte man vor jeder Bleaching-Behandlung eine professionelle Beratung bei einem Zahnarzt in Anspruch nehmen.
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