Panama-Schock: Das ist die Kreatur, die angeblich aus einem Meteoriten schlüpft

Ein Video geht viral, das das Internet in Aufregung versetzt: Ein Mann aus Panama behauptet, ein außerirdisches Wesen in seinem Garten gefunden zu haben, das aus einem vermeintlichen Meteoriten schlüpft. Was als mysteriöser Fund begann, entwickelte sich innerhalb von nur wenigen Tagen zu einer unheimlichen und faszinierenden Geschichte. Die Aufnahmen zeigen eine dunkle, pulsierende Kreatur, die auf den ersten Blick direkt aus einem Science-Fiction-Film zu stammen scheint.
Die Geschichte, die der TikTok-Nutzer @kinpanama verbreitete, ist geradezu filmreif. Er beginnt mit einem unscheinbaren, steinartigen Objekt, das angeblich in seinem Garten gelandet ist. Doch dann folgt die dramatische Wende: Innerhalb von 72 Stunden beginnt der „Meteorit“, sich zu verändern. Eine schleimige, grünlich-gelbe Substanz tritt aus, die sich immer weiter ausbreitet, dunkler wird und schließlich die Form einer klebrigen, schwarzen Masse annimmt. Das Wesen, das der Schöpfer zunächst "Venom" und später "K25" nannte, bewegt sich ruckartig, als würde es atmen, und streckt tentakelartige Ausläufer aus.
Wissenschaft oder Täuschung? Die Theorien hinter dem Phänomen
Während Millionen von Zuschauern spekulieren, ob es sich um den ersten Kontakt mit einer außerirdischen Spezies handelt, haben Wissenschaftler und Internet-Detektive mehrere plausible Erklärungen parat:
Der Pilz-Hoax: Eine der überzeugendsten Theorien besagt, dass es sich um eine besonders bizarre Pilzart handelt, den sogenannten "Tintenfischpilz" (Clathrus archeri). Dieser Pilz, der auch "Teufelsfinger-Pilz" genannt wird, beginnt sein Wachstum in einer Art "Hexenei". Wenn dieses aufbricht, entfalten sich leuchtend rote oder schwarze, tentakelartige Arme, die von einer übel riechenden, schleimigen Masse bedeckt sind. Die Ähnlichkeit zu den gezeigten Aufnahmen ist frappierend.
Die chemische Illusion: Eine andere weit verbreitete Theorie geht davon aus, dass die Kreatur eine Mischung aus Chemikalien ist. Experten vermuten, dass der Effekt mit Polydimethylsiloxan (PDMS) erzielt wurde. Dieses Silikonpolymer, das auch in Kosmetika und Schmierstoffen vorkommt, wird mit einem flüchtigen Lösungsmittel wie Hexan vermischt. Wenn das Lösungsmittel verdunstet, dehnt sich das Polymer ungleichmäßig aus und zieht sich zusammen, was die mysteriösen, pulsierenden und ruckartigen Bewegungen erzeugt, die der Kreatur ein "lebendes" Aussehen verleihen.
Die Geschichte wiederholt sich
Interessanterweise ist dies nicht das erste Mal, dass eine mysteriöse Kreatur in Panama für Aufregung sorgt. Bereits 2009 wurde in Cerro Azul ein Wesen gefunden, das die Bevölkerung für ein Alien hielt. Später stellte sich heraus, dass es sich bei dem Fund um ein stark verwestes Faultier handelte, das in einem Fluss fast sein gesamtes Fell verloren hatte. Der aktuelle "Alien"-Vorfall reiht sich damit nahtlos in eine Tradition von viralen Faszinationen und clever inszenierten Täuschungen ein.
Ob der Schöpfer des Videos, der auch andeutete, mit seiner Aktion eine Botschaft zum Umweltschutz vermitteln zu wollen, die Auflösung jemals verraten wird, bleibt abzuwarten. Doch eines ist klar: Die Faszination für das Außerirdische und das Unerklärliche bleibt ungebrochen, und in einer Welt, in der die Grenzen zwischen Realität und Illusion immer mehr verschwimmen, sorgt das "Panama-Alien" für einen fesselnden und gleichzeitig nachdenklichen Moment.
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