Der himmlische Blick mit bitterem Nachgeschmack: Drohnenfliegen im Ausland kann teuer werden!
Was als harmlose Urlaubsfotografie aus der Luft beginnt, kann mitunter zu einem finanziellen Desaster führen. Die Gesetze für Drohnen sind international sehr unterschiedlich und die Missachtung kann teuer zu stehen kommen. Hier ein Überblick, welche Länder besonders streng sind und mit welchen Strafen du rechnen musst.
Die Top-Fünf der teuersten Drohnen-Strafen

Spanien: Spanien gehört zu den Ländern mit den strengsten Drohnengesetzen in Europa. Die Bußgelder für Verstöße sind enorm. Ein britischer Tourist sah sich mit einer Geldstrafe von bis zu 200.000 € konfrontiert, weil er während eines überfüllten Festivals auf den Kanarischen Inseln illegal eine Drohne fliegen ließ. Die Strafen variieren je nach Schwere des Vergehens. Für kleinere Verstöße, wie das Fliegen ohne Registrierung oder Versicherung, können es mehrere Tausend Euro sein, während gravierende Delikte, wie das Gefährden von Personen, in die Hunderttausende gehen.
Ägypten: In Ägypten ist die Einfuhr und Nutzung von Drohnen strengstens verboten, es sei denn, man hat eine Genehmigung des Verteidigungsministeriums, die für Touristen kaum zu bekommen ist. Wer das Gesetz bricht, riskiert eine Gefängnisstrafe von einem bis sieben Jahren und Geldstrafen zwischen 5.000 und 50.000 Ägyptischen Pfund (ca. 1.000 € bis 10.000 €).
Marokko: Ähnlich wie in Ägypten ist die Einfuhr von Drohnen in Marokko verboten. Drohnen, die am Flughafen entdeckt werden, werden konfisziert. Zusätzlich zur Beschlagnahmung des Gerätes kann eine Strafe von 1.165 Marokkanischen Dirham (ca. 110 €) fällig werden.
Kuba: Die Einfuhr von Drohnen ist in Kuba illegal und die Geräte werden am Flughafen beschlagnahmt. Zwar gibt es die Möglichkeit, das Gerät bei der Ausreise wieder abzuholen, jedoch fallen hierbei Lagergebühren an. Diese können sich schnell summieren, beispielsweise 75 Pesos pro Tag für die ersten fünf Tage und 250 Pesos pro Tag ab dem sechsten Tag.
Griechenland: Obwohl Griechenland Teil der EU ist und die EU-Drohnenverordnung gilt, gibt es nationale Besonderheiten. So ist das Fliegen über archäologischen Stätten, militärischen Anlagen und anderen sensiblen Bereichen verboten. Bei Missachtung der Regeln drohen hohe Geldstrafen. Die genaue Höhe variiert je nach Verstoß, kann aber mehrere Tausend Euro betragen.
Fazit: Ein fesselndes Drohnenvideo ist die Strafe nicht wert. Informiere dich daher vor jeder Reise bei den offiziellen Stellen des Reiselandes über die geltenden Drohnengesetze, um unangenehme Überraschungen und horrende Kosten zu vermeiden.
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