Vorsicht Ansteckungsgefahr! Warum Dornwarzen im Schwimmbad auf Sie lauern.

Es ist der Klassiker nach dem Besuch im Schwimmbad, in der Sauna oder in der Gemeinschaftsdusche beim Sport: Erst bemerkt man nur einen kleinen, harten Punkt unter der Fußsohle, doch schon bald fühlt sich jeder Schritt an, als würde man auf einen Reißzweck treten. Die Dornwarze hat zugeschlagen.

Warum ausgerechnet das Schwimmbad?

Dornwarzen werden durch Humane Papillomviren (HPV) ausgelöst. Diese Viren lieben eine feucht-warme Umgebung, in der sie stundenlang auf dem Boden überleben können.

Die Eintrittspforte: Durch das Chlorwasser wird die Haut an den Füßen aufgeweicht. Kleinste, oft unsichtbare Risse in der Hornhaut genügen den Viren, um in den Körper einzudringen.

Das Wachstum: Im Gegensatz zu anderen Warzen wachsen Dornwarzen durch das Körpergewicht beim Stehen und Gehen nicht nach außen, sondern werden wie ein Dorn tief in das Gewebe gedrückt. Dort treffen sie auf Nervenenden, was die charakteristischen stechenden Schmerzen verursacht.

Was Sie jetzt tun können: Die Behandlungsmöglichkeiten

Eine Dornwarze verschwindet selten von heute auf morgen. Geduld ist hier die wichtigste Zutat. Folgende Methoden haben sich bewährt:

1. Salicylsäure (Der Klassiker für zu Hause)

In Form von Pflastern oder Tinkturen aus der Apotheke wird die Hornhaut Schicht für Schicht aufgeweicht.

Anwendung: Die aufgeweichte Haut muss regelmäßig vorsichtig (z. B. mit einer Einmal-Feile) abgetragen werden.

Vorteil: Schmerzfrei und einfach selbst durchzuführen.

2. Vereisung (Kryotherapie)

Hierbei wird die Warze mit flüssigem Stickstoff extrem stark unterkühlt. Das Gewebe stirbt ab, und das Immunsystem wird angeregt, den Virus zu bekämpfen.

Hinweis: Oft sind mehrere Sitzungen beim Hautarzt oder die Anwendung eines Heimpfsets nötig.

3. Hausmittel: Apfelessig und Klebeband

Ein Geheimtipp ist die Duct-Tape-Methode: Die Warze wird für mehrere Tage luftdicht mit Gewebeklebeband abgeklebt. Durch den Sauerstoffentzug und die Aufweichung lässt sich die Warze oft leichter entfernen. Auch Tupfer mit Apfelessig können durch die Säure helfen, das Virusgewebe abzutöten.

4. Professionelle Hilfe beim Arzt

Wenn die Schmerzen zu stark sind oder die Warze sich ausbreitet, kann der Hautarzt sie mittels Laser entfernen oder gezielt herausschälen.

Vorbeugen ist besser als Heilen

Damit Sie beim nächsten Schwimmbadbesuch sicher sind:

Badeschlatsche tragen: Der einfachste und effektivste Schutz vor direktem Bodenkontakt.

Füße gründlich abtrocknen: Besonders in den Zehenzwischenräumen.

Immunsystem stärken: Ein starkes Immunsystem kann die Viren oft abwehren, bevor eine Warze entsteht.

Wichtig: Kratzen Sie niemals mit ungeschützten Fingern oder einer Schere an der Warze! Die Viren sind hochinfektiös und können sich so an Ihren Händen oder auf andere Körperstellen verteilen.

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