Erhöht Käse meinen Cholesteinwert ?

Die Auswirkung von Käse auf den Cholesterinspiegel hängt von mehreren Faktoren ab:
Gesättigte Fette: Käse (insbesondere Vollfettvarianten wie Cheddar, Gouda oder Camembert) enthält gesättigte Fettsäuren, die bei übermäßigem Verzehr das LDL-Cholesterin ("schlechtes" Cholesterin) erhöhen können. Dies gilt als Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Art des Käses:
Vollfettkäse enthält mehr gesättigte Fette und Cholesterin.
Fettarme Sorten (z. B. Hüttenkäse, Mozzarella light oder Harzer Käse) haben einen geringeren Einfluss.
Fermentierte Käsesorten (wie Gouda oder Parmesan) enthalten zudem kurzkettige Fettsäuren, die möglicherweise einen neutralen oder sogar positiven Effekt auf den Stoffwechsel haben – die Studienlage hierzu ist aber nicht eindeutig.
Portionsgröße und Häufigkeit:
Mäßiger Verzehr (z. B. 30–50 g pro Tag) hat bei gesunden Menschen oft keinen dramatischen Effekt. Große Mengen oder täglicher Überkonsum können jedoch problematisch sein.
Individuelle Faktoren:
Genetik, Stoffwechsel und die übrige Ernährung spielen eine Rolle. Manche Menschen reagieren empfindlicher auf gesättigte Fette als andere.
Nährstoffvorteile:
Käse liefert auch wertvolle Proteine, Kalzium und Vitamine (z. B. B12), die für Knochen und Muskeln wichtig sind.
Empfehlungen:
Wählen Sie fettarme Sorten, wenn Cholesterin ein Thema ist.
Kombinieren Sie Käse mit ballaststoffreichen Lebensmitteln (Vollkorn, Gemüse), um die Fettaufnahme zu kompensieren.
Personen mit bestehendem hohem LDL-Cholesterin oder Herzerkrankungen sollten den Konsum von Vollfettkäse mit ihrem Arzt besprechen.
Letztlich kommt es auf die Gesamternährung an: Eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst, Gemüse und ungesättigten Fetten (z. B. aus Nüssen, Olivenöl) kann negative Effekte ausgleichen
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