Gefahr Handybuckel bei Jugendlichen

Der "Handybuckel", auch als "Text Neck" oder "Tech Neck" bekannt, ist eine zunehmende Sorge bei Jugendlichen aufgrund der häufigen Nutzung von Smartphones und anderen mobilen Geräten. Die ständige Neigung des Kopfes nach unten, um auf Bildschirme zu schauen, kann zu einer Reihe von Problemen führen:

1. Haltungsschäden:

Rundrücken (Hyperkyphose): Der Nacken und der obere Rücken runden sich nach vorne.

Vorwärtsgerichtete Kopfhaltung: Der Kopf wird nach vorne geschoben, wodurch das Gewicht des Kopfes unnatürlich auf die Halswirbelsäule wirkt. Dies kann zu einer Belastung führen, die dem Gewicht von bis zu 27 Kilogramm auf dem Nacken entspricht.

2. Schmerzen:

Nacken- und Schulterschmerzen: Häufige Symptome sind Verspannungen und Schmerzen im Nacken, den Schultern und manchmal auch im oberen Rücken.

Kopfschmerzen: Durch die Verspannungen im Nacken können auch Spannungskopfschmerzen ausgelöst werden.

3. Langfristige strukturelle Veränderungen:

Degeneration der Bandscheiben: Die anhaltende Fehlhaltung kann zu vorzeitigem Verschleiß der Bandscheiben in der Halswirbelsäule führen.

Abnutzung der Wirbelgelenke: Auch die kleinen Gelenke zwischen den Wirbeln können durch die Fehlbelastung geschädigt werden.

Muskuläre Dysbalancen: Einige Muskeln werden verkürzt und überlastet (z.B. Nackenbeuger), während andere geschwächt werden (z.B. Nackenstrecker), was die Fehlhaltung verstärkt.

4. Reduzierte Lungenkapazität:

Eine stark gekrümmte Haltung kann die Ausdehnung des Brustkorbs behindern und somit die Lungenkapazität reduzieren.

5. Psychosoziale Auswirkungen:

Manche Studien deuten darauf hin, dass eine schlechte Körperhaltung das Selbstbewusstsein und die Stimmung beeinflussen kann.

Was kann man tun?

Bildschirm auf Augenhöhe: Das Handy sollte so weit wie möglich auf Augenhöhe gehalten werden, um das Neigen des Kopfes zu minimieren.

Regelmäßige Pausen: Häufige Pausen einlegen und den Kopf sowie den Nacken bewegen.

Dehnübungen: Spezielle Übungen zur Dehnung des Nackens und des oberen Rückens.

Bewegung: Ausreichend körperliche Aktivität und Sport zur Stärkung der Rumpfmuskulatur.

Ergonomie: Achten Sie auf eine ergonomische Haltung beim Sitzen und Arbeiten am Schreibtisch.

Es ist wichtig, diese Probleme frühzeitig zu erkennen und präventive Maßnahmen zu ergreifen, um langfristige Schäden zu vermeiden.

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