Urinstein-Killer: Mit diesen Profi-Tricks wird Ihr WC wieder strahlend weiß.
Nichts ist im Badezimmer so hartnäckig und unästhetisch wie braun-gelbe Verkrustungen in der Toilettenschüssel. Wenn die normale WC-Bürste kapituliert, handelt es sich meist um Urinstein. Doch keine Sorge: Sie müssen die Toilette nicht austauschen. Mit der richtigen Strategie lösen sich die Ablagerungen fast wie von selbst auf.
Was ist Urinstein eigentlich?

Urinstein ist das Ergebnis einer chemischen Reaktion: Wenn kalkhaltiges Spülwasser auf Urin trifft, bildet sich eine feste, kristalline Struktur. Da Urinstein eine basische Verbindung ist, kommen Sie mit Seife oder Lauge nicht weit. Sie benötigen Säure, um die Struktur aufzubrechen.
Die 3 effektivsten Profi-Methoden

1. Die Power-Kombination: Essigessenz & Natron

Dies ist die Allzweckwaffe unter den Hausmitteln. Essigessenz enthält eine hohe Konzentration an Säure, während Natron (oder Backpulver) die Verkrustungen durch ein Aufschäumen mechanisch lockert.
Anwendung: Verteilen Sie großzügig Natron auf den betroffenen Stellen. Gießen Sie anschließend Essigessenz darüber. Es wird stark sprudeln – das ist das Zeichen, dass die Reaktion arbeitet.
Einwirkzeit: Lassen Sie das Ganze mindestens 1 bis 2 Stunden (am besten über Nacht) einwirken. Danach einfach nachschrubben und spülen.
2. Der Geheimtipp: Zitronensäure (Pulver)

Zitronensäure ist oft effektiver als Essig und riecht zudem deutlich angenehmer. Sie ist besonders materialschonend für die Dichtungen Ihres WCs.
Anwendung: Rühren Sie 2–3 Esslöffel Zitronensäure-Pulver in einem Liter warmem (nicht kochendem!) Wasser an. Geben Sie die Mischung in die Schüssel.
Profi-Trick: Tränken Sie Klopapier mit dieser Lösung und „kleben“ Sie es unter den Spülrand. So wirkt die Säure direkt an den schwer erreichbaren Stellen ein, ohne sofort abzufließen.
3. Für Extremfälle: Gebissreiniger-Tabs

Klingt ungewöhnlich, ist aber ein echter Geheimtipp gegen Ablagerungen im Abflussrohr (dem „Knie“ der Toilette). Gebissreiniger sind darauf ausgelegt, hartnäckige Beläge und Kalk zu lösen.
Anwendung: Werfen Sie 2 bis 3 Tabs in den Abfluss und lassen Sie diese über Nacht wirken. Die sprudelnde Reinigungskraft erreicht auch Stellen, an die keine Bürste hinkommt.
Die richtige Technik: Darauf müssen Sie achten

Damit die Reinigungsmittel optimal wirken können, sollten Sie diese zwei Schritte beachten:
Wasser verdrängen: Schieben Sie das Wasser im Abfluss mit der Klobürste ein Stück weit zurück oder schöpfen Sie es kurzzeitig aus. Je weniger Wasser in der Schüssel ist, desto unverdünnter und stärker wirken die Säuren auf den Urinstein ein.
Geduld ist alles: Urinstein wächst über Monate – er verschwindet nicht in fünf Minuten. Geben Sie den Mitteln Zeit, die Kalkstruktur chemisch zu zersetzen.
So verhindern Sie Urinstein dauerhaft

Spülen, spülen, spülen: Benutzen Sie nach jedem Toilettengang die volle Spülmenge, damit Urin gar nicht erst die Zeit hat, mit Kalk zu reagieren.
Regelmäßige Entkalkung: Geben Sie einmal pro Woche einen Schuss Essig ins WC, um leichte Kalkansätze sofort zu neutralisieren.
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