Tönen oder Färben? Der ultimative Guide für den perfekten Farb-Look

Wer seiner Frisur eine neue Farbe verpassen möchte, steht oft vor der Frage: Tönen oder Färben? Obwohl beide Methoden das Haar optisch verändern, unterscheiden sie sich grundlegend in ihrer Wirkung, Haltbarkeit und vor allem in ihrer Schädigung des Haares. Die Antwort auf die Frage, welche Methode schonender ist, liegt im chemischen Prozess.

 

Was ist Tönen?

 

Eine Tönung legt sich wie ein Mantel um das Haar. Die Farbmoleküle dringen nicht in die Haarstruktur ein, sondern lagern sich lediglich an der äußeren Schuppenschicht an.

Vorteile:

Schonend: Da die Haare nicht chemisch geöffnet werden, ist eine Tönung sehr sanft. Die natürliche Struktur des Haares bleibt erhalten.

Flexibel: Die Farbe wäscht sich nach 6 bis 8 Haarwäschen allmählich aus. Das ist ideal, um neue Farbtöne auszuprobieren oder nur temporär eine Veränderung zu erzielen.

Glanz: Durch die glatte Farbschicht erhalten die Haare oft einen schönen, gesunden Glanz.

Nachteile:

Geringe Haltbarkeit: Die Farbe hält nicht lange und wäscht sich ungleichmäßig aus.

Keine Aufhellung: Mit einer Tönung können die Haare nicht heller gemacht werden.

 

Was ist Färben?

 

Eine Coloration oder Haarfärbung ist eine dauerhafte Veränderung. Die chemische Reaktion, meist mit Ammoniak und Wasserstoffperoxid, öffnet die äußere Schuppenschicht des Haares. Dadurch können die Farbpigmente tief ins Innere des Haares eindringen und sich dort festsetzen.

Vorteile:

Langanhaltend: Die Farbe bleibt dauerhaft im Haar und wäscht sich nicht aus. Es wächst lediglich der Ansatz heraus.

Farbvielfalt: Von Aufhellen über Grauhaarabdeckung bis hin zu intensiven, leuchtenden Farben – beim Färben gibt es kaum Grenzen.

Grauhaarabdeckung: Graue Haare können durch das Färben vollständig abgedeckt werden.

Nachteile:

Schädigend: Der chemische Prozess greift die Haarstruktur an, was zu Trockenheit, Spliss und Brüchigkeit führen kann.

Unwiderruflich: Die Farbe kann nicht einfach ausgewaschen werden. Ein Rückgängigmachen ist nur durch aufwendiges Herauswachsen oder eine erneute, oft schädigende Färbung möglich.

 

Die Schonungs-Frage: Der klare Gewinner

 

Die Antwort auf die Frage, welche Methode schonender ist, ist eindeutig: Tönungen sind deutlich schonender für das Haar als permanente Haarfärbungen.

Während eine Tönung nur eine oberflächliche Beschichtung ist, die sich mit der Zeit verflüchtigt, dringt eine Färbung tief in die Haarstruktur ein. Das macht die Coloration zwar langanhaltend, belastet das Haar aber auch wesentlich stärker.

Fazit: Wenn Sie einen neuen Look ausprobieren möchten, ohne das Haar dauerhaft zu schädigen, ist eine Tönung die beste Wahl. Wenn Sie eine langanhaltende Veränderung, eine stärkere Farbintensität oder eine Grauhaarabdeckung wünschen, kommen Sie um eine Färbung nicht herum. In diesem Fall ist eine intensive Pflege nach der Coloration essenziell, um die Haare wieder aufzubauen und zu schützen.

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