Wo gibt es die Asiatische Hornisse in Deutschland ?

Die Asiatische Hornisse (Vespa velutina nigrithorax), eine invasive Art aus Südostasien, breitet sich seit einigen Jahren in Deutschland aus. Hier sind die wichtigsten Informationen zu ihrer Verbreitung:
Aktuelle Verbreitung in Deutschland (Stand 2023):
Südwestdeutschland:
Baden-Württemberg: Erste Nachweise gab es 2014 bei Karlsruhe und Freiburg. Mittlerweile ist sie in weiten Teilen des Bundeslandes etabliert.
Rheinland-Pfalz: Verbreitung entlang des Rheins, z. B. in der Pfalz, bei Ludwigshafen und Mainz.
Hessen: Einzelne Vorkommen im Rheingau und um Wiesbaden.
Weitere Regionen:
Nordrhein-Westfalen: Vor allem im Süden (z. B. Bonn, Köln).
Niedersachsen und Schleswig-Holstein: Vereinzelt durch Verschleppung (z. B. über Gütertransporte), aber noch keine flächendeckende Ausbreitung.
Hotspots:
Entlang des Rheins und seiner Nebenflüsse (wichtige Ausbreitungsroute).
Ballungsräume wie Stuttgart, Frankfurt und das Ruhrgebiet (durch menschliche Aktivitäten).
Hintergrund:
Die Art wurde 2004 erstmals in Europa (Südfrankreich) nachgewiesen und breitet sich seitdem nordwärts aus.
In Deutschland wird sie seit 2014 aktiv überwacht, u. a. durch Projekte wie „Stop-Velutina“ oder Meldeportale wie „Invasive Arten“-Apps.
Identifikation:
Asiatische Hornisse: Dunkler Körper, gelbe Beinenden, orange-gelbes Gesicht, Nester oft in Baumkronen.
Europäische Hornisse (Vespa crabro): Größer, heller mit rot-braunen Akzenten, weniger aggressiv.
Was tun bei Sichtung?
Melden Sie Funde an lokale Behörden (z. B. Umweltamt) oder Plattformen wie Naturgucker.de oder die „Asian Hornet Watch“-App.
Nicht selbst bekämpfen – Nester dürfen nur von Fachleuten entfernt werden.
Warum ist sie problematisch?
Sie jagt Honigbienen und bedroht damit die Imkerei.
Konkurrenz zu einheimischen Insekten (ökologische Risiken).
Quellen wie das Julius Kühn-Institut oder NABU bieten aktuelle Karten und Details. Die Ausbreitung wird weiterhin eng überwacht, besonders in Grenzregionen zu Frankreich und Belgien
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