Tödliche Schönheit an den Stränden: Gesperrte Abschnitte wegen der giftigen Seeschnecke Glaucus atlanticus

Sie sind klein, wunderschön und tödlich: Die Seeschnecke Glaucus atlanticus, auch "Blauer Drache" genannt, sorgt derzeit an den Küsten Spaniens für Aufsehen und Strandabsperrungen. Nach starken Stürmen und veränderten Meeresströmungen wurden vermehrt Exemplare dieser seltenen Meerestiere an Strände gespült, die normalerweise in wärmeren, tropischen Gewässern heimisch sind.

Gesperrte Strände in Spanien

Aktuell sind die Strände der spanischen Costa Blanca in der Region Alicante von den Vorsichtsmaßnahmen betroffen. Insbesondere in Orten wie Guardamar del Segura wurden nach dem Fund von "Blauen Drachen" Strände vorübergehend für Badegäste gesperrt. Die örtlichen Behörden hissten rote Flaggen und riefen zu äußerster Vorsicht auf, um Touristen und Anwohner vor den schmerzhaften Stichen der Schnecke zu schützen.

Warum sind die Seeschnecken so gefährlich?

Der Grund für die Sperrungen liegt in der einzigartigen Verteidigungsstrategie des Glaucus atlanticus. Die Schnecke ernährt sich von hochgiftigen Nesseltieren, wie zum Beispiel der Portugiesischen Galeere. Anstatt das Gift zu verdauen, speichert sie die Nesselzellen und setzt sie bei Gefahr als eigene, noch stärkere Waffe ein. Eine Berührung kann bei Menschen schmerzhafte Verbrennungen, Übelkeit und in seltenen Fällen sogar allergische Schocks auslösen.

Internationale Sichtungen

Auch wenn die jüngsten Vorkommnisse in Spanien für Schlagzeilen sorgen, sind Sichtungen des Glaucus atlanticus nach Stürmen nicht auf Europa beschränkt. Die Tiere werden regelmäßig an den Küsten Australiens, Südafrikas und der USA (zum Beispiel in Texas) angespült. In solchen Fällen wird ebenfalls davor gewarnt, die Tiere zu berühren. Experten raten dazu, sich von ihnen fernzuhalten und Funde den Rettungsschwimmern oder den örtlichen Behörden zu melden.

Weiter Lesen