Wie gefährlich ist die braune Hundezecke für Mensch

Die Braune Hundezecke (Rhipicephalus sanguineus) ist primär auf Hunde spezialisiert, kann aber unter bestimmten Bedingungen auch Menschen stechen. Ihre Gefährlichkeit für Menschen lässt sich wie folgt zusammenfassen:

1. Übertragbare Krankheiten
Mittelmeer-Zeckenstichfieber (Boutonneuse-Fieber): Die Braune Hundezecke kann Rickettsia conorii übertragen, den Erreger dieser bakteriellen Erkrankung. Symptome sind Fieber, Hautausschlag und ein schwarzer Schorf (Eschar) an der Einstichstelle.

Andere Erreger: In seltenen Fällen wurden Übertragungen von Ehrlichia canis (Ehrlichiose) oder Babesia vogeli (Babesiose) auf Menschen beschrieben, allerdings ist das Risiko deutlich geringer als bei Hunden.

2. Verhalten und Verbreitung
Klima: Ursprünglich in warmen Regionen (z. B. Mittelmeerraum) heimisch, breitet sie sich aufgrund des Klimawandels auch in gemäßigten Zonen aus.

Indoor-Befall: Die Art kann sich in Wohnungen massenhaft vermehren, was die Exposition für Menschen erhöht, besonders wenn Hunde als Hauptwirte vorhanden sind.

3. Risikobewertung
Geringere Priorität für Menschen: Im Vergleich zum Gemeinen Holzbock (Ixodes ricinus) sticht sie Menschen seltener, da Hunde die bevorzugten Wirte sind.

Gefahr bei Massenbefall: In Haushalten mit starkem Zeckenbefall steigt das Risiko von Stichen und potenziellen Krankheitsübertragungen.

4. Prävention
Hundeschutz: Regelmäßige Zeckenprophylaxe bei Hunden (Spot-Ons, Halsbänder).

Haushaltshygiene: Bekämpfung von Zecken in Wohnräumen durch Staubsaugen, Waschen von Hundedecken und ggf. Insektizide.

Körperkontrolle: Nach Kontakt mit Hunden oder befallenen Umgebungen sollte man sich auf Zecken absuchen.

Fazit
Die Braune Hundezecke ist für Menschen potenziell gefährlich, aber das Risiko ist geringer als bei anderen Zeckenarten. Die Hauptgefahr liegt in der Übertragung des Mittelmeer-Zeckenstichfiebers und der Möglichkeit von Massenvermehrungen in Innenräumen. Vorbeugende Maßnahmen reduzieren das Risiko deutlich. Bei Symptomen nach einem Stich sollte ärztlicher Rat eingeholt werden

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