Erste Symptome - Rheuma
Erste Symptome von Rheuma

Rheuma ist ein Überbegriff für verschiedene Erkrankungen, die sich in erster Linie auf die Gelenke, Muskeln, Knochen und das Bindegewebe auswirken. Da es viele verschiedene Formen von Rheuma gibt (z.B. rheumatoide Arthritis, Psoriasis-Arthritis, Morbus Bechterew, Fibromyalgie), können die ersten Symptome variieren. Es gibt jedoch einige häufige Frühwarnzeichen, auf die man achten sollte:
Morgensteifigkeit: Dies ist oft eines der auffälligsten und frühesten Symptome, insbesondere bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen wie der rheumatoiden Arthritis. Die Gelenke fühlen sich am Morgen steif an und brauchen länger (oft 30 Minuten bis mehrere Stunden), um sich "einzulaufen" und beweglicher zu werden. Im Gegensatz dazu ist die Steifigkeit bei Verschleiß (Arthrose) meist kürzer und tritt nach Bewegung wieder auf.
Gelenkschmerzen: Anfangs können die Schmerzen diffus und unbestimmt sein, oft in mehreren Gelenken gleichzeitig (Polyarthralgie). Typisch für entzündliche Formen ist, dass die Schmerzen in Ruhe stärker sind und sich bei Bewegung bessern können. Sie können auch symmetrisch auftreten, das heißt, dieselben Gelenke auf beiden Körperseiten sind betroffen (z.B. beide Handgelenke).
Gelenkschwellung und Überwärmung: Betroffene Gelenke können sichtbar anschwellen, sich warm anfühlen und druckempfindlich sein. Dies deutet auf eine Entzündung hin.
Eingeschränkte Beweglichkeit: Die betroffenen Gelenke lassen sich nicht mehr vollständig beugen oder strecken, was zu Schwierigkeiten bei alltäglichen Bewegungen führen kann.
Allgemeine Symptome: Viele rheumatische Erkrankungen beginnen mit unspezifischen Symptomen wie:
Müdigkeit und Erschöpfung (Fatigue): Eine anhaltende und unerklärliche Müdigkeit, die durch Ruhe nicht besser wird.
Allgemeines Krankheitsgefühl: Man fühlt sich unwohl, wie bei einer Grippe, aber ohne erkennbare Ursache.
Fieber oder erhöhte Temperatur: Insbesondere am Nachmittag oder Abend kann es zu leicht erhöhter Körpertemperatur kommen.
Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust: Ohne ersichtlichen Grund kann es zu einem ungewollten Gewichtsverlust kommen.
Spezifische Symptome je nach Rheuma-Form:
Bei Psoriasis-Arthritis können zusätzlich Hautveränderungen (Schuppenflechte) und Nagelveränderungen auftreten.
Bei Morbus Bechterew stehen oft tiefsitzende Rückenschmerzen im Vordergrund, die sich in Ruhe verschlimmern und bei Bewegung bessern, typischerweise nachts oder am frühen Morgen.
Beim Lupus Erythematodes können Hautausschläge (z.B. Schmetterlingserythem im Gesicht), Lichtempfindlichkeit und Haarausfall hinzukommen.
Beim Raynaud-Syndrom, das oft mit rheumatischen Erkrankungen einhergeht, verfärben sich die Finger oder Zehen bei Kälte weiß, blau und dann rot.
Wann sollten Sie einen Arzt aufsuchen?

Wenn Sie eines oder mehrere dieser Symptome über einen längeren Zeitraum (mehrere Wochen) beobachten, insbesondere wenn sie neu auftreten oder sich verschlimmern, sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen. Eine frühe Diagnose und Behandlung von rheumatischen Erkrankungen ist entscheidend, um Gelenkschäden zu vermeiden oder zu minimieren und die Lebensqualität zu erhalten. Idealerweise wenden Sie sich an Ihren Hausarzt, der Sie gegebenenfalls an einen Rheumatologen überweisen wird.
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