Matcha statt Kaffee?

Matcha kann eine interessante Alternative zu Kaffee sein, da beide Getränke Koffein enthalten, sich aber in ihrer Wirkung und ihren Inhaltsstoffen unterscheiden.

Vorteile von Matcha gegenüber Kaffee:

Sanftere und länger anhaltende Wachheit: Das Koffein in Matcha ist an Gerbstoffe (Tannine) gebunden und wird langsamer freigesetzt. Dies führt zu einem gleichmäßigeren und länger anhaltenden Energieschub ohne den oft abrupten "Koffein-Crash", der bei Kaffee auftreten kann.

L-Theanin: Matcha enthält die Aminosäure L-Theanin, die eine beruhigende Wirkung hat und gleichzeitig die Konzentration fördert. Dies kann zu einer fokussierten Wachheit ohne Nervosität oder innere Unruhe führen.

Reich an Antioxidantien: Matcha ist besonders reich an Antioxidantien, insbesondere EGCG (Epigallocatechingallat), das zellschützende und entzündungshemmende Eigenschaften haben kann. Da beim Matcha das gesamte Teeblatt konsumiert wird, werden diese Stoffe vollständig aufgenommen.

Nährstoffreich: Matcha liefert zusätzlich B-Vitamine, Eisen, Kalzium und Magnesium.

Bessere Verträglichkeit: Viele Menschen empfinden Matcha als magenfreundlicher als Kaffee, da er weniger Säure enthält.

Chlorophyll: Der hohe Chlorophyllgehalt in Matcha kann die Entgiftung des Körpers unterstützen.

Nachteile und Überlegungen zu Matcha:

Koffeingehalt: Obwohl der Effekt sanfter ist, enthält Matcha immer noch Koffein. Übermäßiger Konsum kann zu ähnlichen Nebenwirkungen wie bei Kaffee führen (Schlafstörungen, Nervosität, Herzklopfen). Eine Tasse Matcha enthält etwa 70 mg Koffein, während eine Tasse Kaffee rund 95-100 mg enthält.

Zubereitung: Die Zubereitung von Matcha kann aufwendiger sein und erfordert spezielles Zubehör (Matcha-Schale, Bambusbesen, Bambuslöffel).

Schadstoffbelastung: Da das gesamte Teeblatt konsumiert wird, kann Matcha Aluminium und Blei aus dem Boden sowie Pestizidrückstände aufnehmen. Es wird empfohlen, nicht mehr als drei Tassen täglich zu trinken und auf zertifizierten Matcha zu achten.

Oxalsäure: Matcha enthält Oxalsäure, die die Aufnahme von Kalzium, Magnesium und Eisen hemmen kann. Es ist ratsam, mindestens eine Stunde zwischen dem Matcha-Konsum und den Mahlzeiten zu warten.

Forschungslage: Während für Kaffee viele Langzeitstudien vorliegen, die positive Effekte auf die Gesundheit belegen, ist die Studienlage für Matcha beim Menschen noch dünner.

Fazit:

Ob Matcha eine bessere Alternative zu Kaffee ist, hängt von den individuellen Vorlieben und Bedürfnissen ab. Wenn Sie einen schnellen und intensiven Koffein-Kick suchen und gut vertragen, bleibt Kaffee eine gute Wahl. Wenn Sie jedoch eine sanftere, länger anhaltende Wachheit bevorzugen, empfindlich auf Kaffee reagieren oder die zusätzlichen Nährstoffe und Antioxidantien schätzen, könnte Matcha eine lohnenswerte Alternative sein.

Weiter Lesen