Soforthilfe bei verspannten Muskeln

Wie kann ich schnell verspannte Muskeln lösen?
1. Wärme anwenden:
Wärme ist ein Klassiker bei Muskelverspannungen, da sie die Durchblutung fördert und die Muskeln lockert.
Wärmflasche, Kirschkernkissen oder Heizkissen: Direkt auf die betroffene Stelle legen.
Wärmepflaster: Spenden über längere Zeit Tiefenwärme.
Rotlichtlampe: Kann gezielt auf die verspannte Region gerichtet werden.
Warmes Bad oder Dusche: Entspannt den ganzen Körper. Badezusätze mit Magnesium, Eukalyptus- oder Lavendelöl können die Wirkung verstärken.
Saunagang oder Dampfbad: Lockert die Muskulatur und entspannt den Geist.
2. Sanfte Bewegung und Dehnübungen:
Auch wenn Schmerzen da sind, ist leichte Bewegung oft besser als Schonhaltung.
Leichte Spaziergänge: Können helfen, die Muskeln zu aktivieren und die Heilung zu fördern.
Sanfte Dehnübungen:
Nacken und Schultern: Kopf vorsichtig zur Seite neigen, Schultern kreisen lassen, Schultern zu den Ohren ziehen und wieder senken.
Rücken: "Katze-Kuh"-Übung im Vierfüßlerstand oder im Stehen an einer Stuhllehne.
Progressive Muskelentspannung: Gezieltes An- und Entspannen einzelner Muskelgruppen kann helfen, die Grundspannung im Körper zu senken.
Wichtig: Keine ruckartigen Bewegungen und auf den Körper hören. Bei Schmerz aufhören!
3. Massagen:
Massagen fördern die Durchblutung und können oberflächliche Verspannungen lösen.
Selbstmassage: Mit den Händen die verspannte Stelle sanft reiben, kneten oder streichen.
Hilfsmittel: Ein Igelball, Faszienrolle oder Tennisball kann für eine gezieltere Druckmassage (Triggerpunkt-Massage) verwendet werden.
Massageöle: Ätherische Öle wie Lavendel, Melisse, Eukalyptus oder Rosmarin können die entspannende und durchblutungsfördernde Wirkung verstärken.
Professionelle Massage: Bei starken oder hartnäckigen Verspannungen kann eine professionelle Massage hilfreich sein.
4. Schmerzmittel und Salben:
Rezeptfreie Schmerzmittel: Kurzfristig können Schmerzmittel wie Ibuprofen, Paracetamol oder Diclofenac Linderung verschaffen.
Schmerzsalben: Salben mit Menthol, Arnika, Rosmarin oder Kampfer fördern die Durchblutung und können Schmerzen lindern.
5. Flüssigkeitszufuhr und Mineralstoffe:
Ausreichend Trinken: Flüssigkeit ist wichtig für die Muskelfunktion und fördert die Durchblutung.
Magnesium: Ein Mangel an Magnesium kann zu Muskelkrämpfen und Verspannungen führen. Eine ausreichende Zufuhr über die Nahrung (Nüsse, Schokolade, Vollkornprodukte) oder Nahrungsergänzungsmittel kann helfen.
Kräutertees: Kamille (entzündungshemmend, krampflösend), Ingwer und Kurkuma können entspannend wirken.
6. Allgemeine Tipps und Vorbeugung:
Pausen machen: Besonders bei sitzender Tätigkeit regelmäßig aufstehen, dehnen und ein paar Schritte gehen.
Ergonomie am Arbeitsplatz: Richtige Sitzhaltung und eine ergonomische Einrichtung können Verspannungen vorbeugen.
Stress reduzieren: Stress ist oft eine Ursache für Muskelverspannungen. Entspannungstechniken wie Meditation oder Yoga können helfen.
Regelmäßige Bewegung: Langfristig ist regelmäßige Bewegung und ein moderates Training der Muskulatur die beste Vorbeugung. Sportarten wie Schwimmen, Wassergymnastik, Yoga oder Pilates sind besonders rückenfreundlich.
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