Schnuller- ja oder nein?
Argumente für einen Schnuller (Ja)

Beruhigung und Trost: Ein Schnuller kann ein Baby beruhigen und trösten, wenn es unruhig ist. Das Saugbedürfnis ist bei Neugeborenen stark ausgeprägt und kann durch den Schnuller gestillt werden.
Senkung des SIDS-Risikos: Studien haben gezeigt, dass die Verwendung eines Schnullers beim Schlafen das Risiko des plötzlichen Kindstods (SIDS) verringern kann. Es wird vermutet, dass dies mit der veränderten Schlafposition und der leichteren Erweckbarkeit des Babys zusammenhängt.
Unterstützung bei Stillproblemen: Bei Babys, die ein starkes Saugbedürfnis haben, aber nicht dauerhaft an der Brust trinken können, kann ein Schnuller eine gute Ergänzung sein, um das Kind zu beruhigen.
Argumente gegen einen Schnuller (Nein)

Zahn- und Kieferfehlstellungen: Längerfristige Nutzung, insbesondere nach dem dritten Lebensjahr, kann die Entwicklung von Zähnen und Kiefer negativ beeinflussen und zu Fehlstellungen führen.
Abhängigkeit: Das Baby kann eine starke emotionale Abhängigkeit vom Schnuller entwickeln, was das Abgewöhnen erschwert.
Mögliche Infektionsrisiken: Einige Studien deuten darauf hin, dass die Schnullernutzung das Risiko für Mittelohrentzündungen erhöhen kann, da die Bewegung des Kiefers den Druck im Mittelohr beeinflusst.
Wichtige Empfehlungen, falls du einen Schnuller verwendest

Wenn du dich für einen Schnuller entscheidest, kannst du die potenziellen Nachteile minimieren, indem du folgende Punkte beachtest:
Warte mit dem Start: Warte, bis sich das Stillen eingependelt hat (meist nach 4-6 Wochen), um eine Saugverwirrung zu vermeiden.
Hygiene: Reinige den Schnuller regelmäßig, um Keime zu vermeiden.
Form: Achte auf die richtige anatomische oder kiefergerechte Form des Schnullers, um die Belastung für den Kiefer so gering wie möglich zu halten.
Rechtzeitiges Abgewöhnen: Es wird empfohlen, den Schnuller spätestens bis zum zweiten oder dritten Lebensjahr abzugewöhnen, um Zahnfehlstellungen vorzubeugen.
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