Die ersten giftigen Ölkäfer in Deutschland gesichtet

Ja, Ölkäfer sind in Deutschland giftig. Es gibt immer wieder Sichtungen, besonders im Frühjahr, und in den Medien wird häufig über sie berichtet. Wichtig ist aber, die Situation richtig einzuschätzen und Panik zu vermeiden.
Hier sind die wichtigsten Fakten zu Ölkäfern in Deutschland:
Das Gift: Ölkäfer produzieren das hochwirksame Reiz- und Nervengift Cantharidin. Fühlen sie sich bedroht (z. B. durch Anfassen oder Quetschen), sondern sie eine ölige Flüssigkeit aus den Poren ihrer Kniegelenke ab.
Gefährlichkeit bei Berührung: Der bloße Hautkontakt mit dem Käfer oder seinem Sekret kann zu Hautreizungen, Rötungen, Quaddeln oder sogar Blasen führen. Es ist daher ratsam, die Käfer nicht anzufassen. Nach versehentlichem Kontakt sollten die Hände gründlich mit Wasser und Seife gewaschen und die Stelle gekühlt werden.
Gefährlichkeit bei Verschlucken: Das Verschlucken eines Ölkäfers kann lebensgefährlich sein. Die in einem einzigen Käfer enthaltene Dosis Cantharidin kann ausreichen, um einen Erwachsenen zu töten. Dies ist der Hauptgrund für die Vorsicht, die im Umgang mit diesen Tieren geboten ist. Gerade bei Kleinkindern auf Spielplätzen ist das Risiko, dass sie den Käfer in den Mund nehmen, höher, weshalb in einigen Fällen vorsorglich Spielplätze gesperrt wurden.
Kein Grund zur Panik: Trotz der Giftigkeit sind gefährliche Vergiftungen oder gar Todesfälle von Menschen oder Haustieren durch Ölkäfer in Deutschland bisher nicht bekannt. Die Käfer sind nicht aggressiv und greifen nicht an. Sie geben ihr Gift nur bei Bedrohung ab.
Artenschutz: Ironischerweise ist der in Deutschland am häufigsten vorkommende Schwarzblaue Ölkäfer in seinem Bestand gefährdet und steht auf der Roten Liste. Er darf nicht getötet werden.
Richtiges Verhalten:
Nicht anfassen: Am besten ist es, die Käfer nur zu beobachten und Abstand zu halten.
Kinder aufklären: Erklären Sie Kindern, dass sie die Käfer nicht berühren oder in den Mund nehmen dürfen.
Was tun bei Kontakt? Bei Hautkontakt gründlich die Hände waschen. Bei Verschlucken des Käfers oder seines Gifts sofort den Giftnotruf kontaktieren.
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