Heißluftfritteuse im Strom-Check: Ist sie wirklich effizienter als der Backofen?

Kurz gesagt: Ja, eine Heißluftfritteuse ist in den meisten Fällen deutlich energieeffizienter als ein herkömmlicher Backofen. Das liegt nicht primär an der Leistungsaufnahme (der Wattzahl), sondern an den kürzeren Zubereitungszeiten und der Bauweise.

 

Warum die Heißluftfritteuse der heimliche Stromsparer ist

 

Auf den ersten Blick ähneln sich die Watt-Werte beider Geräte. Ein klassischer Backofen hat eine Leistung von ca. 1.500 bis 2.000 Watt, während eine Heißluftfritteuse ebenfalls in diesem Bereich (1.500 bis 2.500 Watt) liegt. Das Geheimnis des geringeren Stromverbrauchs liegt jedoch in drei entscheidenden Faktoren:

Kleinere Garfläche: Die Heißluftfritteuse hat einen wesentlich kleineren Garraum. Um die Luft darin auf die gewünschte Temperatur zu bringen, wird weniger Energie benötigt. Ein Backofen muss hingegen den gesamten großen Raum aufheizen, was einen erheblichen Energieverlust durch die größere Oberfläche mit sich bringt.

Kein oder nur kurzes Vorheizen: Ein Backofen muss in der Regel 10 bis 15 Minuten vorgeheizt werden, was einen Großteil des Gesamtenergieverbrauchs ausmachen kann. Heißluftfritteusen benötigen diese lange Vorheizzeit nicht. Sie sind meist in 1 bis 3 Minuten einsatzbereit.

Schnellere Zubereitung: Durch die starke und direkte Luftzirkulation im kleinen Garraum zirkuliert die heiße Luft viel effizienter um die Lebensmittel. Dadurch werden Gerichte wie Pommes, Chicken Wings oder Gemüse bis zu 50 % schneller gar als im Backofen. Die kürzere Betriebszeit reduziert den Stromverbrauch massiv.

 

Der direkte Vergleich: Pommes als Beispiel

 

Um den Unterschied zu verdeutlichen, betrachten wir die Zubereitung einer Portion Pommes:

Im Backofen: Inklusive 15 Minuten Vorheizen und 25 Minuten Garzeit können hier schnell 1,0 bis 1,2 kWh verbraucht werden.

In der Heißluftfritteuse: Bei einer Garzeit von ca. 15 Minuten liegt der Verbrauch nur bei etwa 0,2 bis 0,3 kWh.

Dieses Beispiel zeigt, dass die Heißluftfritteuse im Betrieb bis zu 75 % effizienter sein kann. Für kleine bis mittelgroße Portionen, die nicht den gesamten Backofen füllen, ist sie daher die deutlich sparsamere Wahl. Lediglich bei der Zubereitung großer Mengen, die nicht in die Fritteuse passen, ist der Backofen nach wie vor die bessere Option.

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