Der Einfluss von Trauben auf das Krebsrisiko

Der Einfluss von Trauben auf das Krebsrisiko ist ein interessantes und viel diskutiertes Thema in der Ernährungs- und Krebsforschung. Trauben, insbesondere die roten Sorten, enthalten eine Reihe von bioaktiven Substanzen, die positive Effekte auf die Gesundheit haben könnten, insbesondere im Hinblick auf die Krebsprävention.

Wichtige Inhaltsstoffe und ihre Wirkung

Polyphenole: Trauben sind reich an Polyphenolen, die zu den sekundären Pflanzenstoffen gehören. Zu dieser Gruppe zählen Substanzen wie Resveratrol und Oligomere Proanthocyanidine (OPC). Diese Stoffe sind bekannt für ihre antioxidativen Eigenschaften.

Antioxidantien: Sie helfen, sogenannte "freie Radikale" im Körper zu neutralisieren. Freie Radikale können Zellschäden verursachen, die die Entstehung von Krebs begünstigen. Indem Antioxidantien diese Schäden reduzieren, können sie potenziell das Krebsrisiko senken.

Resveratrol: Dieser Stoff findet sich vor allem in der Haut roter Trauben. Studien deuten darauf hin, dass Resveratrol eine krebsvorbeugende Wirkung haben kann, indem es die Bildung von Tumoren hemmt und die Blutversorgung von Krebszellen unterbricht.

OPC: Diese in den Kernen der Trauben enthaltenen Stoffe werden ebenfalls mit antioxidativen und entzündungshemmenden Eigenschaften in Verbindung gebracht, die sich positiv auf die Zellgesundheit auswirken können.

Wissenschaftliche Erkenntnisse und Forschung

Obst- und Gemüsekonsum: Es gibt überzeugende Hinweise darauf, dass ein generell hoher Konsum von Obst und Gemüse, einschließlich Trauben, vor bestimmten Krebsarten und Herzerkrankungen schützen kann. Der positive Effekt wird hierbei nicht nur einem einzelnen Stoff zugeschrieben, sondern der synergistischen Wirkung aller enthaltenen Nährstoffe.

Weintrauben und Wein: Es ist wichtig, zwischen dem Verzehr von frischen Trauben und Wein zu unterscheiden. Während die gesundheitlichen Vorteile von Trauben auf die enthaltenen Nährstoffe und Antioxidantien zurückzuführen sind, erhöht Alkoholkonsum generell das Krebsrisiko, unabhängig davon, ob der Alkohol in Form von Wein, Bier oder Spirituosen zu sich genommen wird. Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) weist darauf hin, dass es keine unbedenkliche Menge an Alkohol gibt und dieser das Risiko für verschiedene Krebsarten (z. B. Darm-, Brust- und Speiseröhrenkrebs) steigert.

Fazit

Der regelmäßige Verzehr von frischen Trauben als Teil einer ausgewogenen Ernährung kann einen positiven Beitrag zur Krebsprävention leisten, vor allem durch die Zufuhr von Antioxidantien. Dabei sollten besonders die dunklen Traubensorten und auch die Kerne (gut zerkaut) in Betracht gezogen werden. Allerdings sollte man sich bewusst sein, dass der Schutz vor Krebs von vielen Faktoren abhängt und eine gesunde Lebensweise als Ganzes entscheidend ist. Der Konsum von Wein, auch in Maßen, ist aus Sicht der Krebsprävention nicht zu empfehlen.

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