Prognose 2026: Benzin teurer als je zuvor?
Die Prognose für die Benzinpreise im Jahr 2026 deutet darauf hin, dass sie weiterhin steigen werden, wobei die Hauptursache der Anstieg des nationalen CO₂-Preises ist. Ob die Preise "teurer als je zuvor" sein werden, hängt jedoch von verschiedenen, schwer vorhersehbaren Faktoren ab.
Hier ist eine Zusammenfassung der Prognosen und Hintergründe für 2026:
Der gesetzliche Rahmen: CO₂-Preis-Korridor

Geplanter CO₂-Preis: Für das Jahr 2026 wird der feste CO₂-Preis pro Tonne CO₂ durch einen Preiskorridor im nationalen Emissionshandelssystem (nEHS) ersetzt. Dieser Korridor liegt zwischen 55 Euro (Mindestpreis) und 65 Euro (Höchstpreis) pro Tonne CO₂ (im Vergleich zu 55 Euro im Jahr 2025).
Auswirkung auf den Spritpreis: Basierend auf dem Höchstpreis von 65 Euro pro Tonne CO₂, wird der CO₂-Anteil am Literpreis für Benzin (Super E5) voraussichtlich bei etwa 18,5 bis 18,6 Cent pro Liter liegen (brutto, Stand 2026). Für Diesel liegt der Anstieg bei etwa 20,7 Cent pro Liter (brutto).
Im Vergleich zu 2025 bedeutet dies eine zusätzliche Steigerung von ca. 2,8 Cent/Liter Benzin und 3,2 Cent/Liter Diesel.
Gesamtkosten: Der Benzinpreis setzt sich aus weiteren Komponenten wie dem Rohölpreis, dem Dollarkurs, der Energiesteuer und der Mehrwertsteuer zusammen. Der CO₂-Preis ist nur ein Teil davon.
Expertenprognosen zur Gesamtentwicklung

Steigende Tendenz: Experten sind sich einig, dass der CO₂-Preis die Kraftstoffpreise 2026 weiter nach oben treiben wird. Der ADAC und andere rechnen damit, dass Tanken teurer wird.
Der "große Schock" wird eher ab 2027 erwartet: Ab 2027 soll das deutsche System in den europäischen Emissionshandel (EU-EHS 2) überführt werden, bei dem sich der CO₂-Preis frei am Markt bildet. Die meisten Prognosen sehen hier deutlich stärkere Preisanstiege (teilweise Verdopplung des CO₂-Preises oder mehr bis 2030) als in 2026, da die Zertifikate stark begrenzt werden.
Unsicherheit durch den Ölpreis: Ob Benzin 2026 tatsächlich teurer als je zuvor wird, hängt maßgeblich von der Entwicklung des weltweiten Rohölpreises ab. Hohe Ölpreise in Kombination mit dem steigenden CO₂-Preis könnten diesen Höchststand jedoch möglich machen.
Fazit:
Im Jahr 2026 ist aufgrund des Anstiegs des CO₂-Preiskorridors von 55 Euro auf maximal 65 Euro pro Tonne eine weitere Verteuerung von Benzin und Diesel um einige Cent pro Liter fest eingeplant. Ob dies zu historischen Höchstpreisen führt, hängt jedoch davon ab, wie sich die anderen marktwirtschaftlichen Faktoren, insbesondere der Ölpreis, entwickeln. Die stärksten Preissprünge durch den Emissionshandel werden von vielen Experten jedoch erst ab 2027 erwartet.
Weiter Lesen
