Wassereinlagerungen loswerden

Brennnessel (Urtica dioica) kann aufgrund ihrer entwässernden Eigenschaften bei leichten Wassereinlagerungen (Ödemen) unterstützend wirken. Dies ist vor allem den in den Brennnesselblättern enthaltenen Flavonoiden zu verdanken, die die Harnausscheidung erhöhen und somit helfen, überschüssiges Wasser aus dem Körper zu schwemmen.

 

Wirkung der Brennnessel bei Wassereinlagerungen

 

Die Brennnessel wirkt als natürliches Diuretikum, was bedeutet, dass sie die Produktion und Ausscheidung von Urin fördert. Dieser Effekt hilft, Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe zu reduzieren. Neben Flavonoiden enthält die Brennnessel auch wichtige Mineralstoffe wie Kalium, die ebenfalls eine Rolle bei der Regulierung des Wasserhaushalts im Körper spielen können. Kalium ist wichtig für die Aufrechterhaltung des Elektrolytgleichgewichts und kann helfen, die Ausscheidung von Natrium (das Wasser im Körper bindet) zu fördern.

 

Anwendung und Zubereitung von Brennnesseltee

 

Der häufigste Weg, die entwässernde Wirkung der Brennnessel zu nutzen, ist die Zubereitung als Tee.

 

Zubereitung:

 

Frische Blätter: Eine Handvoll junge, frische Brennnesselblätter gut waschen und mit ca. 0,5 Liter kochendem Wasser übergießen.

Getrocknete Blätter: 2-3 Esslöffel getrocknetes Brennnesselkraut (oder 8 Teelöffel für 1 Liter Wasser) mit kochendem Wasser übergießen.

Ziehzeit: Den Tee 5 bis 10 Minuten ziehen lassen und anschließend abseihen.

Wichtig: Den Tee nicht zuckern, da Zucker Wasser binden kann und somit die entwässernde Wirkung beeinträchtigen würde.

 

Anwendung:

 

Es wird empfohlen, zwei bis drei Tassen Brennnesseltee pro Tag zu trinken. Um den durchspülenden Effekt zu unterstützen, sollte man während der Anwendung des Tees ausreichend zusätzliches Wasser trinken. Eine Kur mit Brennnesseltee sollte in der Regel nicht länger als drei Wochen dauern. Danach sollte eine Pause eingelegt werden.

 

Wichtige Hinweise und Vorsichtsmaßnahmen ⚠️

 

Obwohl Brennnesseltee ein beliebtes Hausmittel ist, gibt es wichtige Punkte zu beachten:

Medizinische Abklärung: Bei starken oder anhaltenden Wassereinlagerungen, insbesondere wenn diese mit Beschwerden wie Atemnot, Schmerzen oder Schwellungen einhergehen, sollte immer ein Arzt aufgesucht werden. Wassereinlagerungen können ein Symptom ernsthafter Grunderkrankungen (z.B. Herz- oder Niereninsuffizienz) sein, bei denen die Anwendung von Brennnesseltee kontraindiziert sein kann.

Kontraindikationen: Personen mit Herz- oder Niereninsuffizienz, Diabetes, sowie Kinder und Schwangere sollten Brennnesseltee nicht ohne ärztliche Rücksprache anwenden, da hierzu keine ausreichenden Studien vorliegen.

Nebenwirkungen: Bei empfindlichen Personen kann Brennnesseltee Magenbeschwerden verursachen. Allergiker können mit Hautausschlag und Juckreiz reagieren. Ein übermäßiger Konsum kann zu leichten Magen-Darm-Beschwerden wie Durchfall führen.

Wechselwirkungen: Im Zweifel sollte man sich vor der Anwendung von Brennnesseltee immer in der Apotheke oder bei einem Arzt beraten lassen, insbesondere wenn man andere Medikamente einnimmt.

Die Brennnessel kann eine gute unterstützende Maßnahme bei leichten Wassereinlagerungen sein, ersetzt jedoch keine ärztliche Behandlung bei zugrundeliegenden Erkrankungen.

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