Urzeit-Überlebende: Wie der Pfeilschwanzkrebs die Dinosaurier überlebte.
Wenn man einen Pfeilschwanzkrebs sieht, meint man, er sei direkt einem prähistorischen Ozean entstiegen. Dieses Tier ist ein echtes "lebendes Fossil" und hat eine Überlebensgeschichte, die kaum zu glauben ist.
Während die Dinosaurier vor etwa 66 Millionen Jahren ausstarben, existieren die Pfeilschwanzkrebse bereits seit rund 440 Millionen Jahren. Sie haben große Massenaussterben überlebt und sich in den letzten 200 Millionen Jahren kaum verändert. Sie sind damit älter als Bäume, Fische und selbst die Dinosaurier. Ihre Fähigkeit, sich an extreme Umweltbedingungen anzupassen – wie etwa Gewässer mit wenig Sauerstoff – hat ihnen das Überleben in einer sich ständig verändernden Welt gesichert.
Wo leben diese Überlebenskünstler heute?

Heute gibt es noch vier Arten von Pfeilschwanzkrebsen. Sie leben in flachen, sandigen Küstengewässern auf der ganzen Welt. Sie bevorzugen tropische Meere und bewegen sich in Tiefen zwischen 10 und 40 Metern.
Atlantischer Pfeilschwanzkrebs (Limulus polyphemus): Diese Art findet man an der Ostküste Nordamerikas, von Maine bis zur Halbinsel Yucatán in Mexiko. Sie sind besonders bekannt für ihre großen Paarungsversammlungen an den Stränden.
Asiatische Arten: Die anderen drei Arten leben in Asien, von den Küsten Indiens bis nach Südostasien und Japan.
Interessanterweise sind Pfeilschwanzkrebse trotz ihres Namens näher mit Spinnen und Skorpionen verwandt als mit echten Krebsen. Ihr Überleben wird heute jedoch durch den Menschen bedroht, da ihr einzigartiges blaues Blut für medizinische Zwecke gewonnen wird.
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