Die Hitze entscheidet: Airfryer oder Backofen – wer gewinnt das Duell um die gesunde Mahlzeit?

Im Duell zwischen Airfryer und Backofen geht es oft um die Frage: Wer zaubert die gesündere Mahlzeit auf den Tisch? Obwohl beide Geräte mit Heißluft arbeiten, gibt es entscheidende Unterschiede in der Zubereitung und den Auswirkungen auf die Nährstoffe.

 

Was macht den Unterschied?

 

Der Airfryer (Heißluftfritteuse) ist im Prinzip ein kleiner, kompakter Konvektionsofen. Er zirkuliert die heiße Luft extrem schnell und mit hoher Intensität um die Lebensmittel. Diese hohe Geschwindigkeit sorgt dafür, dass die Lebensmittel von allen Seiten gleichmäßig erhitzt werden und eine besonders knusprige Oberfläche erhalten – ähnlich wie beim Frittieren, aber mit deutlich weniger oder ganz ohne Öl.

Ein herkömmlicher Backofen hingegen ist größer und benötigt in der Regel mehr Zeit, um die gewünschte Temperatur zu erreichen und das Gargut durchzubacken. Die Heißluftzirkulation ist weniger intensiv und langsamer.

 

Kalorien und Fett: Der Airfryer als Sieger?

 

Wenn es um die Reduzierung von Kalorien und Fett geht, hat der Airfryer oft die Nase vorn. Er ermöglicht es, Speisen wie Pommes, Chicken Wings oder Frühlingsrollen knusprig zuzubereiten, ohne sie in Öl zu baden. Das spart nicht Hunderte von Kalorien, sondern auch ungesunde Transfette, die bei herkömmlichem Frittieren entstehen können.

Vorteil Airfryer: Er spart signifikant Öl und Kalorien, was ihn zu einer guten Wahl für eine fettreduzierte Ernährung macht.

Vorteil Backofen: Obwohl er mehr Öl erfordern kann, ist er vielseitiger und eignet sich besser für größere Mengen und eine breite Palette von Gerichten, von Aufläufen bis zu Brot.

 

Nährstoffe und Vitamine

 

Die Hitze, die bei der Zubereitung im Airfryer und Backofen entsteht, kann sich auf hitzeempfindliche Nährstoffe auswirken. Einige Vitamine, wie Vitamin C oder B-Vitamine, können durch hohe Temperaturen abgebaut werden. Da die Zubereitung im Airfryer oft schneller geht, kann dies theoretisch dazu beitragen, den Nährstoffverlust zu minimieren.

Gesundes Kochen: Unabhängig vom Gerät ist es wichtig, die Zubereitungstemperatur nicht zu hoch zu wählen und die Garzeiten nicht zu überschreiten. Hohe Temperaturen über 120° C können zur Bildung von Acrylamid führen, einem potenziell krebserregenden Stoff, der vor allem in stärkehaltigen Lebensmitteln wie Kartoffeln oder Brot vorkommt. Das gilt für beide Geräte.

 

Fazit

 

Es gibt keinen klaren Sieger. Die Airfryer hat Vorteile bei der fettarmen Zubereitung und der Geschwindigkeit, was ihn zu einer gesunden Alternative zum Frittieren macht. Der Backofen hingegen punktet mit seiner Vielseitigkeit und Kapazität. Die Gesundheit einer Mahlzeit hängt letztlich weniger vom Gerät ab, sondern von den Zutaten und der Zubereitungsweise. Eine ausgewogene Ernährung mit viel Gemüse, hochwertigen Proteinen und komplexen Kohlenhydraten ist der Schlüssel, ganz unabhängig davon, ob man mit einem Airfryer oder einem Backofen kocht.

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