Papageienplage an der Luxusmeile Kö in Düsseldorf

Die "Papageienplage" an der Kö (Königsallee) in Düsseldorf bezieht sich auf die dort lebenden Halsbandsittiche. Es ist tatsächlich ein bekanntes Thema in der Region.

Was hat es damit auf sich?

Die Halsbandsittiche sind eigentlich eine ursprünglich aus Afrika und Asien stammende Papageienart. In Düsseldorf (und auch in einigen anderen deutschen Städten wie Köln oder Wiesbaden) haben sich in den letzten Jahrzehnten größere Populationen dieser Vögel angesiedelt. Sie sind nicht heimisch und gelten als sogenannte "Neozoen" oder "invasive Arten".

Warum sind sie an der Kö und warum wird es als "Plage" empfunden?

Vermehrung: Die Halsbandsittiche haben sich in den milden Wintern und mit dem guten Nahrungsangebot (Früchte, Samen, Knospen, auch Futter aus Gärten) stark vermehrt.

Bevorzugte Bäume: Die Platanen und andere große Bäume an der Königsallee bieten ideale Bedingungen zum Brüten und Schlafen.

Lärm: Die Vögel sind sehr laut, besonders wenn sie in großen Schwärmen zusammenkommen, was von Anwohnern und Geschäftsleuten oft als störend empfunden wird.

Verschmutzung: Durch die großen Ansammlungen kann es zu Verschmutzungen durch Kot kommen, was besonders an einer Luxusmeile wie der Kö ein Ärgernis ist.

Konkurrenz: Es gibt auch Bedenken, dass sie heimische Vogelarten verdrängen könnten, indem sie ihnen Nistplätze oder Nahrung streitig machen, obwohl die genauen Auswirkungen noch Forschungsgegenstand sind.

Gibt es Maßnahmen gegen die "Plage"?

Da die Halsbandsittiche unter Naturschutz stehen (europäisches Recht), dürfen sie nicht einfach gejagt oder getötet werden. Maßnahmen, die diskutiert oder ergriffen wurden, konzentrieren sich eher auf die Vergrämung oder die Kontrolle der Population, sind aber oft schwierig umzusetzen und umstritten. Die Stadt Düsseldorf beobachtet die Situation.

Es ist also eine Mischung aus faszinierendem Naturspektakel und einer Herausforderung für das Stadtmanagement an einem so prominenten Ort wie der Kö.

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