Ist Dosenfisch gesund?

Ja, Dosenfisch kann durchaus eine gesunde Ergänzung zu deiner Ernährung sein. Er bietet viele der wertvollen Nährstoffe von frischem Fisch und hat einige praktische Vorteile.

Vorteile von Dosenfisch:

Reich an Omega-3-Fettsäuren: Auch in Dosenfisch bleiben die wichtigen Omega-3-Fettsäuren (EPA und DHA) erhalten, die gut für Herz, Gehirn und Entzündungshemmung sind. Fisch wie Hering, Makrele und Sardinen sind hier besonders gute Quellen.

Hoher Proteingehalt: Dosenfisch ist eine ausgezeichnete Proteinquelle, die für den Muskelaufbau, die Sättigung und viele Körperfunktionen wichtig ist.

Vitamine und Mineralstoffe: Er liefert weiterhin Vitamin D (wichtig für Knochen und Immunsystem) und Mineralstoffe wie Jod (wichtig für die Schilddrüse) und Selen.

Praktisch und lange haltbar: Dosenfisch ist ohne Kühlung lange haltbar und somit eine hervorragende Option für die Vorratshaltung oder wenn kein frischer Fisch verfügbar ist. Er ist schnell zubereitet und vielseitig einsetzbar.

Geringer Nährstoffverlust: Durch die schnelle und schonende Verarbeitung (oft direkt nach dem Fang gedämpft und in Dosen abgefüllt) bleiben die meisten Nährstoffe erhalten. Der Verlust ist vergleichbar mit dem Kochen oder Braten von frischem Fisch.

Nachteile und worauf du achten solltest:

Salzgehalt: Viele Dosenfische, insbesondere in Öl oder Soße, können einen hohen Salzgehalt haben. Achte auf Produkte mit reduziertem Salzgehalt, besonders wenn du auf deinen Blutdruck achten musst.

Zucker und Zusätze: Bei Fisch in Soßen (z.B. Tomatensoße) kann Zucker oder Geschmacksverstärker zugesetzt sein. Lies die Zutatenliste, um unnötige Zusätze zu vermeiden.

Quecksilberbelastung: Größere Raubfische wie Thunfisch können höhere Quecksilberwerte aufweisen, da sie sich in der Nahrungskette ansammeln. Kleinere Fische wie Sardinen, Hering oder Lachs sind in der Regel weniger belastet. Die in Deutschland verkauften Produkte unterschreiten in der Regel die Grenzwerte, aber Schwangeren und Kleinkindern wird oft geraten, den Konsum großer Raubfische zu begrenzen.

BPA (Bisphenol A): Einige Konservendosen sind innen mit Kunststoffen ausgekleidet, die BPA enthalten können. BPA ist ein Weichmacher, der potenziell das Hormonsystem beeinflussen kann. Viele Hersteller verwenden jedoch inzwischen BPA-freie Beschichtungen oder setzen andere Materialien ein. Achte auf entsprechende Hinweise auf der Verpackung oder informiere dich bei den Herstellern.

Öl oder Eigensaft: Thunfisch in Wasser (eigenem Saft) hat tendenziell weniger Kalorien und Fett als Thunfisch in Öl. Wenn du Thunfisch in Öl wählst, achte auf die Qualität des Öls (z.B. hochwertiges Olivenöl).

Welcher Dosenfisch ist besonders empfehlenswert?

Sardinen: Sie sind kleine Fische, die oft mit Gräten gegessen werden (diese sind weich und eine gute Kalziumquelle) und eine hervorragende Quelle für Omega-3-Fettsäuren sind. Ihre Quecksilberbelastung ist gering.

Hering: Auch Hering ist reich an Omega-3-Fettsäuren und in Dosenform oft als Hering in Soße oder Matjes erhältlich.

Makrele: Eine weitere gute Omega-3-Quelle mit weniger Quecksilber als große Thunfische.

Lachs: Dosenlachs ist ebenfalls eine nährstoffreiche Option.

Fazit:

Dosenfisch ist grundsätzlich gesund und eine praktische Möglichkeit, Fisch in die Ernährung zu integrieren. Achte auf die Sorte (kleinere Fische sind meist besser wegen der Quecksilberbelastung), den Salz- und Zuckergehalt und idealerweise auf BPA-freie Dosen. Wenn du diese Punkte beachtest, ist Dosenfisch eine wertvolle Bereicherung deines Speiseplans.

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