Vapes E-Zigaretten besonders für junge Menschen riskant

Vaping, also das Inhalieren von Aerosolen aus E-Zigaretten (Vapes), birgt für Jugendliche eine Reihe erheblicher gesundheitlicher Risiken. Auch wenn Vapes oft als weniger schädlich als herkömmliche Zigaretten beworben werden, sind sie keineswegs harmlos, insbesondere für das sich entwickelnde Gehirn und den Körper von Teenagern.

Hier sind die wesentlichen gesundheitlichen Risiken:

Nikotinsucht:

Die meisten Vapes enthalten hohe Konzentrationen von Nikotin. Nikotin ist stark suchterregend, vergleichbar mit Heroin oder Kokain.

Das Gehirn von Jugendlichen ist noch in der Entwicklung und besonders anfällig für die Auswirkungen von Nikotin. Eine frühe Nikotinexposition kann zu dauerhaften Veränderungen im Gehirn führen, die Lernfähigkeit, Aufmerksamkeit und Impulskontrolle beeinträchtigen.

Sucht kann zu Entzugserscheinungen (Reizbarkeit, Angst, Konzentrationsschwierigkeiten) führen, wenn nicht gevapt wird.

Es besteht ein erhöhtes Risiko, später im Leben zu herkömmlichen Zigaretten zu greifen ("Gateway-Effekt").

Schädigung der Lunge und Atemwege:

Das Aerosol von Vapes ist kein harmloser Wasserdampf. Es enthält ultrafeine Partikel, Schwermetalle (wie Nickel, Zinn, Blei), flüchtige organische Verbindungen (VOCs) und krebserregende Chemikalien.

Diese Substanzen können die Lungen reizen und schädigen, Entzündungen verursachen und die Anfälligkeit für Atemwegsinfektionen erhöhen (z.B. Bronchitis, Asthmaanfälle).

Es gibt Berichte über schwere Lungenerkrankungen, die speziell mit Vaping in Verbindung gebracht werden, wie EVALI (E-cigarette or Vaping product use-Associated Lung Injury), auch wenn diese oft mit illegalen THC-Vapes in Verbindung gebracht wurden.

Langzeitfolgen sind noch nicht vollständig bekannt, da Vaping ein relativ neues Phänomen ist, aber Ärzte befürchten chronische Lungenschäden.

Herz-Kreislauf-Probleme:

Nikotin erhöht den Blutdruck und die Herzfrequenz.

Dies kann das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen, insbesondere bei Jugendlichen, deren Herz-Kreislauf-System noch nicht ausgereift ist.

Studien deuten auf eine erhöhte Steifigkeit der Arterien und eine beeinträchtigung der Blutzirkulation hin.

Entwicklungsschäden des Gehirns:

Wie bereits erwähnt, ist das Gehirn bis etwa Mitte 20 in der Entwicklung. Nikotin kann die Entwicklung von Gehirnbereichen beeinträchtigen, die für die Entscheidungsfindung, Problemlösung und emotionale Regulation wichtig sind.

Dies kann zu Lernschwierigkeiten, Konzentrationsproblemen und einer erhöhten Anfälligkeit für andere Suchterkrankungen führen.

Risiko für den Mund und die Zähne:

Die Chemikalien in Vapes können das Zahnfleisch reizen, Entzündungen verursachen und das Risiko von Parodontitis erhöhen.

Der Mund kann trocken werden, was das Risiko für Karies erhöht.

Unfallrisiken:

Obwohl selten, gab es Berichte über explodierende E-Zigaretten-Batterien, die zu schweren Verbrennungen oder Verletzungen führten.

Unbekannte Langzeitfolgen:

Da Vapes noch relativ neu sind, sind die Langzeitfolgen des Vapings noch nicht umfassend erforscht. Es besteht die Sorge, dass über Jahre oder Jahrzehnte weitere Gesundheitsprobleme auftreten könnten, ähnlich wie bei herkömmlichen Zigaretten.

Angesichts dieser Risiken raten Gesundheitsexperten und -organisationen dringend davon ab, dass Jugendliche Vapes konsumieren.

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