Sonnenbrand ist gefährlich: Die unterschätzten Risiken

Sonnenbrand ist gefährlich: Die unterschätzten Risiken

 

Sonnenbrand ist weit mehr als nur eine schmerzhafte Rötung der Haut. Er ist ein deutliches Warnsignal des Körpers, dass die Haut durch ultraviolette (UV-)Strahlung geschädigt wurde. Diese Schäden können kurz- und langfristige, ernsthafte gesundheitliche Folgen haben, die oft unterschätzt werden.

Was passiert bei einem Sonnenbrand? Ein Sonnenbrand entsteht, wenn die Haut zu viel UV-Strahlung ausgesetzt ist. Die UV-Strahlen dringen in die Haut ein und schädigen die DNA der Hautzellen. Der Körper reagiert darauf mit einer Entzündungsreaktion, die sich durch Rötung, Schwellung, Schmerz und Hitze äußert. In schwereren Fällen können sich Blasen bilden.

Kurzfristige Gefahren:

Schmerzen und Unbehagen: Sonnenbrand kann sehr schmerzhaft sein und das allgemeine Wohlbefinden stark beeinträchtigen.

Dehydration: Ein schwerer Sonnenbrand kann zu Flüssigkeitsverlust führen, da die Haut ihre Schutzfunktion verliert und Wasser verdunstet.

Hitzschlag: Insbesondere bei Kindern und älteren Menschen kann ein starker Sonnenbrand in Kombination mit Hitze zu einem Hitzschlag führen.

Infektionen: Wenn sich Blasen bilden und platzen, besteht diefahr einer bakteriellen Infektion.

Langfristige Gefahren: Die wahren Gefahren des Sonnenbrands liegen in seinen langfristigen Auswirkungen, die oft erst Jahre oder Jahrzehnte später sichtbar werden:

Vorzeitige Hautalterung: UV-Strahlung zerstört Kollagen- und Elastinfasern in der Haut, was zu Falten, Pigmentflecken und einem Verlust der Hautelastizität führt. Die Haut sieht älter aus als sie ist.

Hautkrebs: Dies ist die größte und gefährlichste Langzeitfolge. Jeder Sonnenbrand erhöht das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken. Besonders gefährlich ist der schwarze Hautkrebs (Melanom), der sich aus Muttermalen entwickeln kann und aggressiv ist. Aber auch der weiße Hautkrebs (Basalzellkarzinom und Plattenepithelkarzinom) ist eine häufige Folge von chronischer UV-Exposition. Das Risiko steigt mit der Anzahl der Sonnenbrände, insbesondere in der Kindheit und Jugend.

Schwächung des Immunsystems: UV-Strahlung kann das Immunsystem unterdrücken, wodurch der Körper anfälliger für Infektionen und andere Krankheiten wird.

Augenschäden: Auch die Augen sind gefährdet. Langfristige UV-Exposition kann zu Katarakten (Grauem Star), Pterygien (Flügelfell) und sogar zu bestimmten Formen von Augenkrebs führen.

Prävention ist entscheidend: Um sich vor den gefährlichen Folgen von Sonnenbrand zu schützen, ist es wichtig, präventive Maßnahmen zu ergreifen:

Sonnenschutzmittel: Verwenden Sie Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor (LSF 30 oder höher) und tragen Sie es regelmäßig auf, insbesondere nach dem Schwimmen oder Schwitzen.

Schutzkleidung: Tragen Sie langärmlige Kleidung, weite Hüte und Sonnenbrillen mit UV-Schutz.

Schatten: Suchen Sie den Schatten auf, besonders zwischen 10 und 16 Uhr, wenn die UV-Strahlung am intensivsten ist.

Vermeidung der Mittagssonne: Reduzieren Sie die Zeit in der direkten Sonne während der Spitzenzeiten der UV-Strahlung.

Ein verantwortungsvoller Umgang mit der Sonne ist unerlässlich, um die Hautgesundheit langfristig zu erhalten und das Risiko schwerwiegender Erkrankungen zu minimieren.

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