Ende der Telefonzelle in Deutschland
Das Ende der öffentlichen Telefonzellen in Deutschland ist ein Prozess, der sich über mehrere Jahre zog und kürzlich abgeschlossen wurde.
Das offizielle Ende der Telefonie

Das tatsächliche Ende der Telefonzellen begann im November 2022, als die Deutsche Telekom die Münzzahlung an allen verbleibenden öffentlichen Telefonen deaktivierte. Ende Januar 2023 wurde auch die Bezahlung mit Telefonkarten eingestellt, was die Nutzung der noch stehenden Zellen unmöglich machte.
Gründe für das Ende

Der Hauptgrund für das Ende der Telefonzellen ist der Siegeszug des Mobilfunks. Die Nutzung der öffentlichen Telefone sank rapide, was den Betrieb unrentabel machte. Die Telekom war seit 2021 nicht mehr gesetzlich verpflichtet, öffentliche Telefone zu betreiben. Die Wartungs- und Stromkosten überstiegen die Einnahmen bei Weitem, da die meisten Zellen kaum noch genutzt wurden.
Der Abbau

Der Abbau der rund 12.000 verbliebenen Telefonzellen begann im Jahr 2023. Die Deutsche Telekom gab an, dass der Rückbau bis Anfang 2025 abgeschlossen sein sollte. Obwohl die Telekom die Telefone bereits abgeschaltet hatte, dauerten die Demontagearbeiten, die oft auch Tiefbauarbeiten umfassten, aufgrund logistischer und bürokratischer Herausforderungen länger.
Was aus den Telefonzellen wird

Viele der ausrangierten Telefonzellen haben ein zweites Leben erhalten:
Einige werden zu öffentlichen Bücherschränken umfunktioniert, in denen Bücher getauscht werden können.
Andere werden als dekorative Objekte oder sogar als ungewöhnliche Gartenduschen oder Büros genutzt.
Die Telekom hat die ausrangierten Zellen auch zum Verkauf angeboten, wobei die bekannten gelben Modelle längst ausverkauft waren.
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