Warum Japankäfer melden?
Der Japankäfer gilt als gefährlicher Pflanzenschädling und ist in der EU als sogenannter prioritärer Quarantäneschädling eingestuft. Das bedeutet, dass er eine enorme Bedrohung für die Landwirtschaft, den Gartenbau und die Natur darstellt.
Warum muss man den Japankäfer melden?

Die Meldepflicht dient der Früherkennung und Eindämmung. Da der Käfer in Europa kaum natürliche Feinde hat, kann er sich extrem schnell ausbreiten und massive Schäden verursachen. Jeder Fund, selbst ein Verdacht, muss dem zuständigen Pflanzenschutzdienst gemeldet werden. Nur so können die Behörden gezielte Maßnahmen einleiten, um eine großflächige Ausbreitung zu verhindern. Die frühzeitige Meldung hilft, Ernteausfälle und ökologische Schäden zu vermeiden und schützt die heimische Pflanzenwelt.
Ist der Japankäfer gefährlich?

Für Pflanzen: Ja, er ist extrem gefährlich. Der Japankäfer ist sehr gefräßig und ernährt sich von über 400 verschiedenen Pflanzenarten, darunter Obstbäume, Weinreben, Rosen, Mais und viele andere Garten- und Wildpflanzen.
Die erwachsenen Käfer fressen Blätter, Blüten und Früchte. Ein typisches Merkmal ist der sogenannte Skelettierfraß, bei dem nur das Blattgewebe zwischen den Adern gefressen wird. Bei Massenbefall können die Käfer eine Pflanze komplett kahlfressen.
Die Larven (Engerlinge) leben im Boden und ernähren sich von Pflanzenwurzeln, was Rasenflächen und Wiesen schwer schädigen kann.
Für Menschen und Tiere: Nein, der Japankäfer ist für Menschen und Tiere völlig ungefährlich. Er ist weder giftig noch kann er stechen oder beißen. Die Gefahr besteht ausschließlich in seinem Potenzial als Schädling für die Pflanzenwelt.
Weiter Lesen
