Mini-Mitbewohner: Unsichtbare Bewohner unserer Wimpern

Von / 23. Februar 2026

Hier sind alle wichtigen Infos zu Milben auf den Wimpern (sog. Demodex-Milben) und was du tun kannst:

1. Was sind Wimpernmilben?
Demodex folliculorum und Demodex brevis sind mikroskopisch kleine Milben, die natürlicherweise in Haarfollikeln (z. B. Wimpern, Augenbrauen) leben.

Fast jeder hat sie, aber sie verursachen nur selten Probleme.

Sie ernähren sich von Hautzellen und Talg.

2. Symptome bei Überbesiedlung
Wenn sich die Milben stark vermehren, können folgende Beschwerden auftreten:

Juckende oder brennende Augenlider

Rötungen und Schwellungen am Lidrand

Krustige oder schuppige Ablagerungen an den Wimpern

Verstopfte Talgdrüsen (z. B. Gerstenkorn)

Trockene Augen oder verschwommenes Sehen

Wimpernverlust in extremen Fällen

3. Diagnose
Ein Hautarzt oder Augenarzt kann die Milben unter dem Mikroskop erkennen (Probe von einer Wimper).

4. Behandlung
a) Hausmittel & Hygiene:

Teebaumöl: Verdünntes Teebaumöl (5–10 %) auf die Lidränder tupfen – tötet Milben ab.

Lidhygiene: Täglich die Lidränder mit Reinigungstüchern für die Augen (z. B. mit Hypochlorous Acid) säubern.

Warme Kompressen: Mehrmals täglich auflegen, um Verkrustungen zu lösen.

b) Medizinische Therapie:

Ivermectin-Creme oder Metronidazol-Gel: Vom Arzt verschrieben.

Antibiotika: Bei zusätzlichen bakteriellen Entzündungen.

Spezielle Shampoos: Mit Milben-abtötenden Wirkstoffen.

Wichtig: Keine aggressiven Seifen oder Alkohol verwenden – das reizt die Augen zusätzlich!

5. Vorbeugung
Make-up-Entfernung: Abends immer gründlich abschminken.

Nicht teilen: Keine Mascara, Augencremes oder Handtücher mit anderen teilen.

Kissenbezüge wechseln: Mindestens 1× pro Woche.

Augen reiben vermeiden: Überträgt Bakterien und Milben.

6. Wann zum Arzt?
Bei anhaltendem Jucken, Rötungen oder Entzündungen.

Wenn Hausmittel nach 2–3 Wochen keine Besserung bringen.

Fun Fact
Demodex-Milben haben keine Afteröffnung – sie platzen am Ende ihres Lebenszyklus und setzen so ihre Abfallstoffe frei.

Keine Panik: Mit der richtigen Pflege lassen sich die Symptome gut in den Griff bekommen
 

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